Bart

Schnurrbart formen und pflegen: Die besten Tipps

Der Schnurrbart ist zurück. Vom Image des Veralteten, kreieren Männer heute einen coolen Look mit ihrem Schnäuzer. Wie ihr ihn richtig formt und pflegt.

Schnurrbart
Schnurrbart formen und pflegen wie Hanry Cavill Foto: Getty Images / Axelle/Bauer-Griffin / Kontributor

Schnurrbart: Form und Pflege 

Bei dem klassischen Schnurrbart handelt es sich um einen Bart unter der Nase - auch bekannt als Schnäuzer oder Moustache. Er hat eine lange Geschichte hinter sich, war abwechselnd in Mode, nur um abrupt wieder für Vergangenes, Überholtes oder Anstößiges zu stehen.

Denn während der extravagante Schnurrbart zu Beginn des 19. Jahrhunderts populär war widersetzte sich die Jugend der Bartform. Am Ende des Jahrhunderts kapitulierte der Oberlippenbart. Lediglich bei konservativen, traditionellen Männern fand er noch statt. Eigenschaften, die wir noch heute mit dem Bart verbinden.

Die Geschichte des Schnurrbarts 

Doch es ist ein Image, das sich stilbewusste Herren heute zu eigen machen - und es umkehren. Indem sie den Moustache zu einem gehobenen Freizeitlook tragen oder zu lässiger Streetwear. Sie nutzen das Traditionelle, das ihm anhaftet und setzen es in einen anderen, neuen Kontext - wodurch der Schnurrbart anders und damit aufregend wirkt.  

Doch das ist nicht das Ende der Geschichte des Bartes. Denn die Mode bewegt sich in Zyklen, die Tendenzen komme und gehen, lösen sich ab. So auch beim Schnäuzer.

Zum Ende des 19. Jahrhunderts war der lange Bart totgeglaubt. Männer mussten sich rasieren, wenn sie mit Lebensmitteln in Kontakt kamen, Patienten im Krankenhaus mussten sich vor der Einweisung kahlrasieren - Barthaare standen für fehlende Hygiene.

Die Alternative: ein kurzer Schnäuzer. Verstärkt wurde diese Tendenz durch den ersten Weltkrieg. Denn ein Vollbart störte beim Aufsetzen der Gasmasken. Die Alternative, erneut: der Schnurrbart.

Doch dieser war trotz alledem rar gesehen. Denn nur die ranghohen Soldaten durften sich einen stehen lassen. Zum Ende des Krieges war diese Vorschrift Geschichte - und die Männer nutzten den Wandel und ließen die Schrecken des Krieges auch durch das Wachsen der Barthaare über der Lippe hinter sich. 

So galt der Bart zu Anfang des 20. Jahrhunderts als Accessoires des modernen Mannes, wie die BBC analysiert.

Doch auch diese Tendenz wollte keinen Bestand haben. Nach dem zweiten Weltkrieg verlor er in der breiten Masse an Popularität, nur um in den 60er und 70er Jahren wieder an Fahrt zu gewinnen.Doch trug damals nur ein bestimmter Typus von Mann den Moustache, wurde er im Jahr 2003 institutionalisiert.

Schnurrbart im November tragen

Der Movember rief weltweit dazu auf, sich im November einen Schnurrbart wachsen und rasieren zu lassen. Man wolle mit dieser Aktion auf Männerkrankheiten hinweisen, die oftmals in Vergessenheit geraten.

Psychische Gewalt, Hodenkrebs, Prostatakrebs, Selbstmordprävention. Verschiedene Marken sponsern und beteiligen sich an der Aktion, viele Männer lassen sich seither einmal im Jahr einen Schnäuzer wachsen. (Hier erfahrt ihr mehr über die jährliche Aktion).

Wie ihr das Haar unter der Nase richtig wachsen lasst, euer Gesicht mit dem Schnäuzer reinigt und was Mann bei Form und Pflege des Barthaars beachten sollte, erfahrt ihr hier. 

Die richtige Form: Schnurrbart wachsen lassen

Bevor ihr euch jedoch einen Bart schneiden könnt, müsst ihr die Barthaare über der Oberlippe zunächst wachsen lassen. Das geht ganz einfach. Rasiere die Haare über deiner Oberlippe schlicht nicht mehr - sondern nur noch den Rest des Gesichts.

Dieser sollte jedoch regelmäßig rasiert werden - außer ihr wollt ihn in Kombination mit einem Drei-Tage-Bart tragen, wie Henry Cavill es tut. (Wie ihr einen gepflegten Drei-Tage-Bart Look kreiert, erfahrt ihr hier)

Pflege dein Haar mit einem Bartöl, damit der Schnurrbart-Look auch entsprechend aussieht. Es dauert, je nachdem wie schnell der Bart wächst, etwa einen Monat, bis der Schnäuzer steht. Doch auch die Phase dazwischen - wenn der Moustache noch nicht ausgewachsen ist und sich lediglich andeutet - kann ein Look sein. Sänger Harry Styles macht es vor. 

Anleitung: Schnurrbart formen und trimmen

Doch nur wachsen lassen reicht bei einem perfekten Schnurrbart leider nicht. Deshalb zeigen wir euch, wie ihr den Bart in Form bringt. Dafür benötigt ihr einen Bartkamm, eine Schere und ein Rasiermesser.

1. Den Bart mit dem Kamm bürsten.

2. Schere nehmen und an der Oberlippe entlang bis zum Mundwinkel schneiden. 

3. Rasiermesser zur Hand nehmen und oben entlang eine Kontur unter der Nase schaffen. 

Solltet ihr dieses Zubehör nicht zur Hand haben, könnt ihr auch mit einem Bartrasierer arbeiten. Das geht so:

1. Trimmerfunktion nutzen und erstmal um die Oberlippen-Partie herum glattrasieren

2. Die grobe Form des Schnurrbarts mit dem Trimmer bestimmen.

3. Oben beginnen, dann die Seiten verfeinern. 

Mit dem Rasiermesser kann man allerdings feiner arbeiten.

Wem steht der Schnurrbart? 

Ein Schnäuzer kann natürlich von allen getragen werden, die Lust auf die Bartform haben. Besonders wird er jedoch von Herren mit schmalen Gesichtern bevorzugt, da der Moustache diese etwas auflockert.

Die Form ist auffällig und markant und wird vermutlich den ein oder anderen Blick auf sich ziehen - deshalb ist es wichtig, dass ihr euch damit wohlfühlt. 

Der Schnurrbart kommt jedoch in verschiedenen Formen daher. Vom Chaplin-Bart bis hin zum Kaiser-Wilhelm-Bart präsentieren wir euch die verschiedenen Arten des Bartes und zu wem sie besonders gut passen. 

Diese Schnurrbart-Formen gibt es

1. Clark-Gable-Bart 

Der Clark-Gable-Bart ist ein Schnäuzer, bei dem ein kleiner Abstand zur Oberlippe gelassen wird und demnach sehr schmal rasiert ist. Er soll eher zu schmalen Gesichtern passen.

2. Fu Manchu 

Der Fu Manchu bezeichnet einen Oberlippenbart, bei dem rechts und links an den Seiten das Haar länger wächst und in senkrechten Streifen  am Mund entlang nach unten zeigt. Da es aufwendig ist, die Haare täglich so herzurichten, sollte er vor allem von Herren getragen werden, die bereits sind morgens etwas Zeit in das entsprechende Styling zu investieren. 

3. Kaiser-Wilhelm-Bart 

Der Kaiser-Wilhelm-Bart ähnelt in der Form dem Lenker eines Fahrrads. An den Seiten krümmt sich das Haar nach oben. Ähnlich wie der Fu Manchu ist es eine besondere Interpretation des klassischen Schnurrbarts. 

4. Chaplin-Bart 

Bei dem Chaplin-Bart, der auch Zweifinger-Bart genannt wird, weil er in etwa so breit ist, handelt es es sich um einen schmalen Bart unter der Nase. Er wird heute kaum mehr getragen. 

Auch interessant: Ihr wollt einen gepflegten Drei-Tage-Bart tragen? Eine Anleitung, wie dieser gelingt, findet ihr hier. Weitere Informationen rund um das Thema Bart gibt es hier.

MNRS EMPFIEHLT:

Verwende für die Nassrasur einen Rasierhobel bzw. Sicherheitsrasierer, z. B. den Double Edge Safety Razor der innovativen Marke King C. Gillette. Dieser ist inspiriert vom ursprünglichen Rasierhobel, den Gründer King Camp Gillette vor mehr als 100 Jahren entwickelte. Seine hochwertige und mit Platin beschichtete Edelstahlklinge sorgt für eine präzise und sichere Rasur.

Double Edge Safety Razor von King C. Gillette
Double Edge Safety Razor von King C. Gillette Foto: King C. Gillette