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Originalcast: "Boogie Nights" mit Leonardo DiCaprio

Aus der Serie: Chance vertan: Diese Filmrollen sollten eigentlich andere Stars übernehmen

Einen Pornodarsteller zu spielen ist möglicherweise nicht das Traumziel ernsthafter Hollywood-Mimen. Wurde deswegen aus Leonardo DiCaprio nicht Dirk Diggler?

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Boogie Nights mit Leonardo DiCaprio
"Boogie Nights": Leonardo DiCaprio statt Mark Wahlberg Foto: Getty Images / Albert L. Ortega / Dia Dipasupil (Collage Männersache)

Leonardo DiCaprio ist deswegen ein so angesagter und hochdekorierter Schauspieler, weil er sehr wandelbar ist und dadurch prinzipiell für nahezu jede männliche Filmrolle infrage kommt. Dennoch dürfte es dem eifrigen Filmkonsumenten durchaus schwerfallen, ihn gegen Mark Wahlberg ausgetauscht zu sehen, der in "Boogie Nights" so überzeugend den Porno-Darsteller Eddie Adams, genannt "Dirk Diggler" gespielt hat.

Es war der Türöffner für Wahlberg, dieser Film machte ihn berühmt und ebnete seine weitere Karriere. Während er also seine Chance ergriff, war es dagegen eine verpasste Möglichkeit für Leonardo DiCaprio. Mit Regisseur Paul Thomas Anderson und Filmlegende Burt Reynolds zusammenzuarbeiten. In einem Film mitzuspielen, der mit mehreren Oscars ausgezeichnet wurde.

"Boogie Nights" mit Leonardo DiCaprio

Oder ist dem gar nicht so? Tasächlich lehnte Jungschauspieler DiCaprio den Film ab, um mit James Cameron nichts weniger als einen Film namens "Titanic" zu drehen. Die Hauptrolle in dem Katastrophenfilm steht in krassem Kontrast zum dem Part einen Pornostar mit Drogenproblemen zu spielen. Zwar gefiel DiCaprio das Drehbuch, aber im Gegensatz zu Berichten, wonach DiCaprio gegen Wahlberg um die Rolle kämpfte, war es vielmehr DiCaprio, der seinen Freund und "Basketball Diaries"-Co-Star empfahl.

Schließlich ließ sich Anderson dann auch von seiner Casting-Direktorin Christine Sheaks überzeugen, dass der deutlich härtere reale Lebensweg Mark Wahlbergs besser zu der Rolle des drogensüchtigen Pornodarstellers passt, als die des zu jenem Zeitpunkt immer noch jungenhaften Leonardo DiCaprio.

Sagen wir es einmal so: Diese Entscheidung hat Mark Wahlberg sehr genutzt und Leonardo DiCaprio durchaus nicht geschadet, denn "Titanic" hat ja nicht wirklich katastrophal an der Kinokasse abgeschnitten.