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Damit Kinder mit ihm spielen können - Zoo operiert Löwen-Baby die Klauen heraus

In einem Zoo im palästinensischen Gazastreifen wurden einem Löwen-Baby die Klauen herausoperiert, damit Kinder mit ihm spielen können.

Löwin Falestine wurden die Krallen entfernt.
Löwin Falestine wurden die Krallen entfernt. Foto: Getty Images/SAID KHATIB

Zoo operiert Löwen-Baby die Klauen heraus

Tierpfleger in einem Zoo im Gazastreifen haben einem Löwen-Baby die Klauen herausgerissen - damit das Tier mit Besucher-Kindern spielen kann, ohne diese zu verletzen.

Umstrittenes Verfahren

Der 14 Monate alten Löwin Falestine wurden im Zoo in Rafah ihre Klauen operativ entfernt. Die Operation wurde vom Tierarzt durchgeführt. Der Zoo-Inhaber zu der ungewöhnlichen Aktion: "Ich versuche, die Aggression der Löwin zu reduzieren, damit sie zu den Besuchern freundlich ist."

Das sagt der Tierarzt

Der Tierarzt Fayez al-Haddad führte die OP durch. Er sagt: "Die Klauen wurden so beschnitten, dass sie nicht schnell wachsen werden und Besucher und Kinder mit ihr spielen können. Wir möchten Kindern ein Lächeln und Glück bringen und gleichzeitig die Anzahl der Besucher im Park erhöhen, die unter den hohen Kosten leiden. Sie (Die Löwin) verliert nicht ihre angeborenen Instinkte."

Kurz nach der Operation allerdings versuchte Falestine wie gewohnt am Baum zu kratzen - ohne Erfolg.

Protest regt sich

Viele Menschen echauffieren sich im Netz ob der vorgenommenen Operation. Eine Person schreibt: "Das ist wirklich durchgeknallt, Kinder müssen doch nicht jedes verdammte Tier anfassen." Ein anderer User fügt hinzu: "Machen Sie dasselbe mit den Fingernägeln des Zooinhabers, während er bei Bewusstsein ist".

Ein dritter Kommentar: "Ekelhaft verdammt das ist Tierquälerei. Bin nicht glücklich." Jemand anderes schrieb: "Der Grundgedanke eines Zoos sollten sein, sich um Tiere zu kümmern, nicht sie zu quälen".

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