Nicht nur im Sommer

Trocken und angenehm: Diese Socken helfen gegen Schweißfüße

Schweißfüße sind in vielerlei Hinsicht unangenehm – deswegen zeigen wir dir, wie du mit den richtigen Socken gegen Nässe und Geruch ankämpfen kannst!

Socken gegen Schweißfüße
Die richtigen Socken gegen Schweißfüße: Wir zeigen dir, was hilft! Foto: iStock/Estradaanton

Wir alle schwitzen – die einen mehr, die anderen weniger. Doch ganz egal, wie ausgeprägt die individuelle Schweißproduktion ist: Am meisten geschwitzt wird stets an Füßen und Händen – denn nirgendwo ist die Dichte an Schweißdrüsen so hoch wie an den Enden unserer Gliedmaßen.

Der entscheide Unterschied ist, dass die Hände in der Regel gut belüftet sind und der entstehende Schweiß schnell verdunsten kann. An den Füßen ist das anders: Eingepackt in Socken und engen Schuhen kann schnell ein unangenehmes Klima entstehen. Die sich dabei bildende Nässe ist nicht nur unbequem beim Laufen, sondern auch der ideale Nährboden für Bakterien, die für eine üble Geruchsbildung sorgen.

Welche Socken sind gut gegen Schweißfüße?

Schweißfüßen kannst du zum einen mit extra starken Fußdeos den Kampf ansagen – zum anderen jedoch kannst du auch mit der Wahl der richtigen Socken gegen sie angehen.

Oberste Regel dabei: synthetische Stoffe vermeiden! Socken aus Polyester und Co können gerade bei empfindlicher Haut einen ähnlichen Effekt auf deine Füße haben wie Einweghandschuhe aus Plastik auf deine Hände.

Ein Materialmix mit einem hohen Baumwollanteil ist generell besser, aber für Vielschwitzer ebenfalls nicht die optimale Lösung. Der Grund: Baumwolle leitet die Feuchtigkeit nicht nach außen hin ab, sondern saugt sie auf – und braucht dann sehr lange zum Trocknen.

Ideale Alternative zu Baumwolle: Bambussocken

Eine ideale Alternative zur Baumwollsocke ist die bereits sehr beliebte Bambussocke. Bei der Herstellung des Materials wird das holzige Süßgras eingeweicht, bis ein klebriger Brei entsteht. Aus diesem wird dann ein feiner Viskosestoff gesponnen, der nicht nur seidig und allergikerfreundlich ist, sondern auch die Feuchtigkeit von der Haut weg leitet und bis zu dreimal schneller trocknet als Baumwolle.

Vorteile von Bambussocken:

  • natürliches Material

  • ideal für Allergiker

  • leitet Feuchtigkeit ab und lässt sie verdunsten

Nachteile von Bambussocken:

  • wegen des dünnen Materials oft nicht sehr langlebig

Socken aus Merinowolle

Wollsocken halten nicht nur im Winter warm – sie kühlen deine Treter auch an heißen Tagen! Wanderer und Outdoor-Freaks wissen das schon lange – und setzen auf Touren deswegen auf bequeme Socken aus Merinowolle. Wichtig: Achte beim Kauf darauf, dass der Wollanteil besonders hoch und der Anteil an synthetischen Fasern möglichst gering ist! Die Socken von Smartwool bieten mit rund 70 Prozent einen extra hohen Anteil an Merinowolle.

Vorteile von Socken aus Merinowolle:

  • natürliches Material

  • für Bewegunsgfanatiker ideal

  • wärmt auch im Winter

Nachteile von Merinowolle:

  • nicht bei hohen Temperaturen waschbar

  • Outdoor-Look passt nicht immer zur Bürokleidung

Socken mit Silberfäden

Wintersportler kennen dieses Feature vielleicht bereits: Denn auch in klassischen Skisocken sind oftmals Silberfäden eingewoben. Die gute Idee dahinter: Das Silber wirkt antibakteriell und beugt somit üblen Gerüchen vor. Dieser Materialmix ist also sehr effektiv – aber leider auch sehr empfindlich.

Bereits nach wenigen Wäschen bei niedriger Temperatur ist oftmals kein Silber mehr vorhanden – und der Effekt somit gleich null. Besser ist es also, die Socken nach dem Tragen gut zu lüften und zu trocknen – und sie lediglich gelegentlich und per Hand zu waschen.

Vorteile von Socken mit eingewebtem Silber:

  • antibakterielle Wirkung

  • neutralisiert Gerüche

Nachteile von Socken mit Silber:

  • nicht bei hohen Temperaturen waschbar

  • Silberbestandteile lösen sich schnell auf

Hochwertige Baumwollsocken von FALKE

Eingangs haben wir dir erklärt, warum Baumwollsocken mit Polyesteranteil nicht für Menschen mit schwitzigen Füßen geeignet sind. Bei diesem Modell allerdings kann man von einer echten Ausnahme sprechen.

FALKE steht ohnehin für hochwertige und zeitlose Socken, doch die Modellreihe COOL 24/7 ist besonders empfehlenswert! Der Mix aus 80 Prozent Baumwolle, 18 Prozent Polyamid und 2 Prozent Elasthan ist so gewebt, dass ein kühlender und belüftender Effekt entsteht – und du stets ein angenehmes Tragegefühl behältst.

Vorteile hochwertiger Baumwollsocken:

  • natürliches Material

  • große Auswahl

  • mit kühlendem Effekt ideal für den Alltag

Nachteile hochwertiger Baumwollsocken:

  • leiten Nässe nicht so gut ab wie Bambus

  • trocknen schwerer

In welchen Schuhen schwitzt man am wenigsten?

Wenn schwitzige Füße eine große Belastung für dich sind, solltest du dich auf jeden Fall an speziellen, atmungsaktiven Schuhen versuchen. Sind diese nicht dein Geschmack, sind klassische Lederschuhe oder Sneaker mit luftdurchlässigem Mesh eine gute Wahl. Einen großen Bogen machen solltest du um Schuhe aus rein synthetischen Materialien – zum Beispiel Turnschuhe aus Nylon.

Was kann ich gegen Schweißfüße tun?

Neben den richtigen Socken und Schuhen gibt es weitere Wege, Schweißfüße zu bekämpfen: Spezielle Hand- und Fußdeos helfen dabei, die besonders schweißanfälligen Handflächen und Fußsohlen vorübergehend oder mit dauerhaftem Effekt trocken zu legen. Achte dabei jedoch stets auf die Inhaltsstoffe, denn diese Mittel enthalten besonders starke Bestandteile wie Aluminium.

Zudem kannst du deinem Körper etwas Gutes tun – und beispielsweise auf die eine oder andere Tasse Kaffee verzichten. Denn Koffein kurbelt das Nervensystem an und sorgt dafür, dass wir schneller ins Schwitzen geraten.