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Lebensmüde? Britischer Tourist plant Reise auf "gefährlichste Insel der Welt"

Ein Brite plant eine Reise auf die gefährlichste Insel der Welt, deren Einwohner von der Außenwelt isoliert leben. Die Details.

North Sentinel Andamanen
Ein seltenes Bild von North Sentinel, die als gefährlichste Insel der Welt gilt Foto: IMAGO / Ritzau Scanpix

Ein Brite reist regelmäßig an die riskantesten Orte der Welt. Miles Routledge gilt als sogenannter "Gefahrentourist". Er reiste während der Taliban-Übernahme nach Afghanistan und während der Invasion Russlands in die Ukraine, um nur zwei von vielen Beispielen zu nennen.

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Doch seine nächste Idee löst bei denen, die seinen Abenteuern auf Twitter folgen, Entsetzen aus. Denn Routledge plant eine Reise zu der gefährlichsten Insel der Welt.

Die "gefährlichste Insel der Welt"

Dabei handelt es sich um einen Ort, der zu der indischen Inselgruppe Andamanen gehört, die im Indischen Ozean liegt. Dort leben die Sentinelesen, ein Volk, das von der Außenwelt abgeschnitten ist - und auch bleiben möchte. Diese Abgeschiedenheit verteidigen die Bewohner:innen der Insel mit Gewalt.

In der Vergangenheit gab es bereits mehrere Fälle, bei denen Menschen von den Bewohnern der Insel getötet wurden. Im Jahr 1867 erlitt ein Schiff in der Nähe der Insel Schiffbruch - die Passagiere waren den Angriffen des dort lebenden Volkes ausgesetzt und mussten von der Royal Navy gerettet werden.

2006 wurden zwei Fischer von den Sentinelesen getötet. Im Jahr 2018 wurde die gefährliche Insel erneut Thema, als der christliche Missionar John Allen Chau dorthin reiste und getötet wurde. Seine Geschichte könnt ihr hier nachlesen.

Abenteurer will Twitch-Stream einrichten

Trotz alledem plant Routledge seine Reise zu der einsamen Insel. Sein Ziel ist es, das Leben des Volkes zu dokumentieren.

Sein Plan sieht vor, mit zwei kleinen Booten auf der Insel anzulanden. Die eine Gruppe soll anschließend einen Feuerwerkskörper zünden, die andere in dekontaminierten Anzügen Kameras und ein Solarpanel aufstellen.

Er wolle einen Twitch-Stream einrichten und den Stamm überwachen - das solle der Wissenschaft helfen. Eine andere Idee: "Oder mit einer Drohne, die als großer Vogel getarnt ist, Inhalte filmen und exklusives Filmmaterial von nicht kontaktierten Stämmen machen, das fast unbezahlbar ist."

Tee mit der Taliban

Was zunächst nach einem schlechten Scherz klingt, ist weniger abwegig als gedacht, wenn man sich die anderen Tweets des Mannes anschaut. Im vergangenen Monat twitterte er beispielsweise ein Bild mit einem Taliban-Mitglied und erklärte, dass er mit ihm Tee trinke und sogar bei ihm übernachten durfte. Kurze Zeit später hatte er eine Lebensmittelvergiftung.

Ob er seinen Besuch auf die gefährliche Insel jedoch wirklich ernst meint oder es lediglich ein Heischen und Aufmerksamkeit ist, bleibt abzuwarten.

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