Jon Venables

Erster Mord mit 10: Jüngster Kinder-Killer wieder im Knast

Die BILD taufte ihn "Das unschuldige Gesicht des Bösen". Jon Venables war gerade einmal zehn Jahre alt, als er und sein Komplize Robert Thompson den zweijährigen Jamie Bulger entführten und zu Tode quälten.

Jon Venables: Der jüngste Killer der Geschichte
Mörder mit 10 Jahren: Jon Venables Foto: twitter/DPolGHH

Mord an einem 2-Jährigen

Am 12. Februar 1993 schwänzten die beiden Liverpooler die Schule. In einem Einkaufszentrum lockten sie ihr Opfer aus einem Metzger, in dem dessen Mutter gerade einkaufen und kurz abgelenkt war.

Den Kindern gelang es - obwohl sie von 38 Zeugen und zwei Erwachsenen gesehen und angesprochen wurden - den kleinen Jamie zu einer vier Kilometer entfernten Bahnstraße zu bringen. Dort angekommen übergossen sie den Zweijährigen mit Farbe, traten und verprügelten ihn.

Zu guter Letzt schlugen sie ihm mit einer Eisenstange den Schädel ein und platzierten seinen leblosen Körper auf den Bahngleisen.

Jüngste Mörder in der Geschichte Englands

Zwei Tage später wurde die Leiche gefunden. Sie war von einem Zug überrollt worden.

Bilder aus Überwachungskameras überführten die juvenilen Killer. Ein Gericht verurteilte sie als jüngste Mörder in der Geschichte Englands zu acht Jahren Haft.

Als sie gerade 18 Jahre alt geworden waren, wurden Venables und Thompson unter strengen Auflagen aus der Jugendhaft entlassen und mit neuen Identitäten ausgestattet.

So durften sie keinen Kontakt zueinander oder Jamies Familie aufnehmen. Außerdem erhielten sie ein Besuchsverbot für die Region rund um Liverpool.

Zumindest Jamie schien seine Lektion jedoch nicht gelernt zu haben.

Jon Venables erneut im Gefängnis

Im Gegensatz zu Thompson - der seit seiner Entlassung 2001 nicht mehr in Erscheinung trat - fiel Venables schon 2010 wieder auf.

Er trank und konsumierte Kokain. Auf seinem Computer fand ein Sozialarbeiter Kinderpornos. Schließlich wanderte er wieder in den Knast. 2013 kam er erneut mit einer neuen Identität frei.

Allerdings fanden Ermittler bei einer Routine-Kontrolle nun wieder Fotos geschändeter Kinder auf seinem Computer. Jetzt ist er erneut im Gefängnis. Diesmal wahrscheinlich für immer.