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Horror-Fund im tiefsten Teil des Ozeans

Im Alltag wäre dieser Gegenstand wohl nichts Besonderes. Ihn jedoch im tiefsten Teil des Ozeans zu finden, bereitet echte Sorge.

Sonnenstrahlen durchbrechen die Wasseroberfläche des Meeres
Sonnenstrahlen durchbrechen die Wasseroberfläche des Meeres (Themenbild) Foto: iStock / RomoloTavani

Der Marianengraben ist eine Tiefseerinne, die im westlichen Pazifischen Ozean zwischen Hawaii und den Philippinen liegt. Sie befindet sich etwa 11 Kilometer unter dem Meeresspiegel und ist somit die tiefste Stelle des Meeres.

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Im Jahr 2009 wurde der Marianengraben von George W. Bush zum nationalen Monument der Vereinigten Staaten erklärt. An einem besonderen Ort wie diesem hätte man vieles erwartet, doch der Fund, der dort tatsächlich gemacht wurde, sagt so einiges über unseren Umgang mit der Umwelt aus.

Frozen-Plastiktüte am Meeresboden

Im April 2019 tauchte Victor Vescovo in den Marianengraben. Der amerikanische Wissenschaftler entdeckte dort zu seinem und dem Entsetzen vieler anderer nicht etwa ein besonderes Tier oder eine besondere Pflanzenart, wie man zunächst vermuten mag, sondern eine Plastiktüte.

Intakt, unversehrt und mit einem Bild des Disney-Films "Frozen" darauf lag sie am Meeresboden, am tiefsten Punkt des Pazifischen Ozeans. Nicht nur das - auch kleinere Plastikverpackungen, wie die von Lutschern, wurden dort gesichtet.

"Wir hatten immer das Gefühl, dass es einen Teil des Planeten gibt, der jenseits von uns liegt und von menschlichem Handeln unberührt ist", sagt Eric Galbraith, ein Meeresbiologe am Katalanischen Institut für Forschung und Höhere Studien in Barcelona. "Das war mal wahr und jetzt ist es das nicht mehr."

Plastiktüte Tiefsee
Plastiktüte am tiefsten Punkt des Meeres. Hier kommt ihr zum ganzen Video. Foto: Screenshot / YouTube/Natural World Facts

Bereits im Jahr 2018 wurde Mikroplastik im Marianengraben gefunden. Die Forscher des Instituts für Tiefseeforschung und Ingenieurwesen in China analysierten Proben der tiefsten Stelle des Meeres und veröffentlichten ihre Studie in der Fachzeitschrift "Geochemical Perspective Letters". Sie fassten ihre Ergebnisse wie folgt zusammen:

"Die (tiefste Marianen-)Zone ist wahrscheinlich eine der größten Senken für Mikroplastikmüll auf der Erde, mit unbekannten, aber potenziell schädlichen Auswirkungen auf dieses empfindliche Ökosystem."

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