Klimawandel

Antarktis: Experten in großer Sorge

Expert:innen messen rekordverdächtige Temperaturen in der Antarktis - die weit über dem Durchschnitt liegen. Die Details.

Antarktis
Antarktis: Rekordverdächtige Temperaturen gemessen (Themenbild) Foto: iStock / jocrebbin

In der vergangenen Woche wurden in der Antarktis neue Rekordtemperaturen gemessen. Die ungewöhnliche Wärme erstaunte sogar Expert:innen. Die Details.

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"Entgegengesetzte Jahreszeiten"

Maximiliano Herrera verfolgt die Wetter-Rekorde und dokumentiert diese auf seinem Twitter-Account "Extreme Temperature Around The World" ("Extreme Temperaturen rund um die Welt").

Dazu teilte er eine Wärmekarte und schrieb, dass die Temperaturen in Wostok (Forschungsstation in der Antarktis) am Freitag (18. März 2022) bei etwa -18 Grad lagen.

Das mag für uns bitterkalt klingen, damit liegen die Temperaturen jedoch 15 Grad über dem durchschnittlichen Wert.

"In etwa 65 Jahren der Aufzeichnung wurden in Wostok zwischen März und Oktober nie Werte über -30 Grad (-86 Grad Fahrenheit) beobachtet", so Herrera.

Der Eisforscher Walt Meier kommentierte die Messungen wie folgt: "Es sind entgegengesetzte Jahreszeiten. Sonst sieht man nicht, dass der Nord- und der Südpol gleichzeitig schmelzen. Das ist definitiv ein ungewöhnliches Ereignis. Es ist ziemlich verblüffend."

Geo-Wissenschaftler Jonathan Wille erklärte auf Twitter: "Dies ist der Moment, in dem die Temperaturen nach der Sommersonnenwende im Dezember schnell fallen sollten. Diese Hitzewelle in der Antarktis verändert das, was wir für das antarktische Wetter für möglich hielten."

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