Ratgeber

Knopf annähen: Mit DIESER Anleitung klappt es garantiert

Einen Knopf anzunähen ist nicht schwer. Männersache verrät dir, wie es geht und was du dabei beachten solltest.

Knopf annähen: Das muss Mann beachten
Einen Knopf anzunähen ist ganz einfach. Foto: iStock/SeventyFour

Knopf annähen: Anleitung

Einen Knopf annähen kann eigentlich jeder - sogar Männer! Egal, ob dir einer vom Hemd gefallen ist oder du die Knöpfe an einem Kleidungsstück nicht magst: Einen Knopf anzunähen ist kein Kunststück.

Es erfordert nur ein bisschen Übung. Wenn du diese Tipps beherzigst, stehst du morgens garantiert nie wieder ohne Hemd oder Hose vor dem Kleiderschrank.

Was braucht man um Knopf anzunähen?

Um einen Knopf anzunähen, musst du erstmal den passenden kaufen, sofern du den alten verloren hast. Kleine Knopfkunde: Man unterscheidet zwischen Stegknöpfen und Durchnähknöpfen.

Die Stegknöpfe haben statt Löchern an der Unterseite eine kleine Metallöse oder den namensgebenden Steg. Durchzugknöpfe sind die Klassiker mit zwei oder vier Löchern. Da diese am häufigsten vorkommen, soll es hier auch um das Annähen dieser Knopfart gehen. 

Um einen Knopf anzunähen brauchst du:

  • Durchnähknopf: Hast du keinen Ersatzknopf mehr, wähle einen, der den anderen ähnlich sieht. Wirkt unharmonisch? Dann musst du wohl alle Knöpfe neu annähen.
  • Reißfestes Garn in der Farbe des Kleidungsstücks oder der noch vorhandenen Knöpfe
  • Kleine Schere
  • Nadel: Für gröbere Stoffe verwendest du eine ebenso dickere Nadel. Möchtest du beispielsweise den Knopf eines Hemdes annähen, greife auf eine feinere Nadel zurück.

Knopf annähen: Schritt für Schritt

Egal, ob du einen zwei- oder vierlöchrigen Knopf hast: Die Anleitung kannst du auf beide Arten übertragen.

1. Entferne mögliche Garnreste vorsichtig mit einer Schere. 

2. Schneide eine großzügig Länge Garn ab. Hilfestellung: Das Garn vier Mal um den Finger wickeln, es wieder entwirren und die Hälfte nochmals dazu nehmen. 

3. Jetzt wirds etwas tricky: Versuche den Faden durch die Nadel einzufädeln. Klappt nicht? Dann benutze einen sogenannten Einfädler. Dazu die schmale Drahtöse durch das Öhr der Nadel so weit wie möglich schieben.

Dann das Fadenstück durch die herausragende Drahtöse ziehen, anschließend den Einfädler wieder aus der Nadel lösen. Der Faden sollte nicht zu weit herausgezogen werden.

Knopf annähen: Tipps

4. Mache am Ende des Fadens einen Knoten. Der sollte so dick sein, dass er nicht durch den Stoff rutschen kann.

5. Jetzt kommt die eigentliche Arbeit: Den Knopf an der ursprünglichen Stelle positionieren und mit der Nadel von unten in den Stoff durch ein Loch stechen. Den Faden komplett durchziehen.

Jetzt mit der Nadel von oben in das nächste Loch stechen und durch den Stoff hindurchziehen. Nun wieder von unten ins erste Loch stechen und bis zum Ende durchziehen und von oben wieder ins nächste Loch stechen. Das wiederholst du etwa fünf bis sieben Mal

6. Beim letzten Stich von oben, den Faden mit der Nadel mehrmals um eine genähte Stelle wickeln und einen Knoten machen, die Nadel entfernen und fertig!

Tipp: Bei einem Knopf mit vier Löchern hast du auch die Möglichkeit, den Knopf wie ein X zu vernähen. Dazu musst du nicht die parallelen Löcher nehmen, sondern die, die sich über Kreuz liegen. Das Prinzip ist ansonsten dasselbe. 

Übrigens: Wenn du Knöpfe nicht ausstehen kannst oder dich sogar vor ihnen ekelst, leidest du wahrscheinlich an Koumpounophobie. Dann brauchst du dir diese Anleitung nicht zu merken – und gibst Hemd und Hose zum Schneiderlein. 

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