Fehler der Weltgeschichte

Unfassbar! Diese eine Beleidigung radierte ein Weltreich aus

Falsche Entscheidungen, unüberlegte Aktionen, krasse Fehleinschätzungen: Wenn epische Fehler gemacht werden, erschüttert das den Lauf der Geschichte – und verändert die Menschheit für immer …

Die Streitkräfte des Dschingis Kahn (Symbolbild)
Die Streitkräfte des Dschingis Kahn (Symbolbild) Foto: iStock / Dmitry_Chulov

Khorasan: Der ausradierte Staat

Kennen Sie Khorasan – jenes kulturelle Zentrum, das sich im Mittelalter über Gebiete des heutigen Afghanistans, Irans, Tadschikistans, Usbekistans und Turkmenistans erstreckte? Wenn Sie noch nie von diesem Staat gehört haben, hat das einen Grund: Khorasan ging im Jahr 1218 nicht einfach nur unter – es wurde vollständig ausradiert.

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Rückblick: Eine kilometerlange Karawane schlängelt sich durch die Wüste auf die Oasen-Stadt Otrar zu. Mehr als 450 bewaffnete Männer bewachen die mit Gewürzen, Edelmetallen und teuren Stoffen beladenen Kamele. Es sind Geschenke von Dschingis Khan an Mohammed II., den Schah von Khorasan. Sie sollen den Beginn einer Freundschaft markieren. Doch Mohammed II. lässt aus einer Laune heraus die Karawane überfallen – und begeht damit einen Epic Fail, der sein Reich dem Untergang weihen wird.

Der unaufhaltsame Dschingis Khan

Mohammed II., der als erstgeborener Prinz in prachtvollen Palästen groß wird, kann sich nicht vorstellen, dass ein Mann, der keiner angesehenen Dynastie entstammt, ein guter Feldherr sein kann. Doch Dschingis Khan befehligt eine 700 000 Mann starke Armee und hat in wenigen Jahren beinahe ganz Asien unterworfen.

Es dauert nicht lange, bis Mohammed II. versteht, dass sein Gegenspieler ein Mann ist, dem auch ein König Respekt zollen sollte – doch da ist es schon zu spät …

Zunächst behält der Anführer der Mongolen die Nerven – und schickt eine neue Delegation. Doch Mohammed II. lässt die Diplomaten verhaften und hinrichten. Das bringt das Fass zum Überlaufen. Dschingis Khan schwört Rache und mobilisiert eine 200 000 Mann starke Armee – darunter seine Elite-Reiterei mit rund 50 000 geübten Kämpfern.

Der Fall Mohammed II.

In einem Handstreich nimmt er die Oasenstadt Otrar – und lässt alle männlichen Gefangenen hinrichten. Doch das ist erst der Anfang: Die Horde radiert jede Stadt in Khorasan aus. Millionen Menschen werden getötet. Zuletzt wird die Hauptstadt Urgani vernichtet. Wer nicht erschlagen wird, ertrinkt. Der Grund: Getrieben von rasender Wut lässt Dschingis Khan einen Damm einreißen – und die Stadt komplett überfluten.

Mohammed II. bekommt das nicht mehr mit. Auf seiner Flucht vor der Rache des Khans wird er von Banditen erschlagen.

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