Weltfrauentag

Equal Pay Day: Warum es den Kampftag für Lohngerechtigkeit braucht

Der Equal Pay Day findet dieses Jahr in Deutschland am 07. März statt. Wir haben die Geschichte des Kampftags für dich zusammengefasst.

Frau Büro Rechnungen
Equal Pay Day: Warum es den Kampftag für Lohngerechtigkeit braucht Foto: iStock / Perawit Boonchu

Momentan verdienen Frauen im Schnitt 18,3 Prozent weniger als Männer. (Stand 2020) Diese Lohnlücke, im Englischen Gender Pay Gap genannt, erklärt, warum es den Equal Pay Day braucht:

Gehalt ist immer noch zu eng mit dem Geschlecht eines Menschen verknüpft.

In diesem Jahr findet der Equal Pay Day unter dem Motto "Gerechte Bezahlung in der digitalen Arbeitswelt" statt.

Die Geschichte des EPD

Seine Wurzeln hat der Equal Pay Day in den USA: 1966 zum ersten Mal vom "National Committee on Pay Equity" (NCPE) veranstaltet, sollte der Kampftag auf die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen aufmerksam machen.

Das NCPE setzt sich aus unterschiedlichen Frauen- und Bürgerrechtsorganisationen, Gewerkschaften und katholischen sowie beruflichen Vereinigungen zusammen.

2007 schwappte der amerikanische Aktivismus nach Deutschland über: Das Frauen-Berufsnetzwerk Business and Professional Women (BPW) Germany e.V. übersetzte die amerikanische "Red Purse Campaign" zur "Initiative Rote Tasche". Die roten Taschen standen als Sinnbild dafür, dass Frauen weniger Geld in den Taschen haben als Männer.

Von dieser Initiative bis zum ersten deutschen Equal Pay Day dauerte es gerade einmal ein Jahr: 2008 wurde der erste EPD hierzulande gefeiert.

Einer macht's vor, viele machen mit

Aktuell findet der Equal Pay Day in 23 europäischen Ländern statt, darunter Deutschland, Frankreich, Irland, Italien, Niederlande, Österreich, Polen, Schweiz, Spanien, Schweden und Tschechien.

Anders als der Weltfrauentag, der jedes Jahr am 8. März begangen wird, variieren die Daten des Equal Pay Days. In Deutschland finden 2022 über den gesamten März verteilt Aktionen statt, wobei der eigentliche Equal Pay Day der 07. März 2022 ist.

Lohngerechtigkeit und Politik

Die deutsche Gender Pay Gap von 18,3 Prozent beweist, dass in Sachen Lohngerechtigkeit noch einiges getan werden muss.

Auch in anderen europäischen Ländern gibt es eine Lohnlücke zwischen Männern und Frauen. In Österreich liegt die GPG bei 18,9 Prozent, in Frankreich bei 15,8 Prozent und in Island bei 13 Prozent.

Am größten ist die Lücke mit 22,3 Prozent in Lettland, gefolgt von Estland mit 21,1 Prozent.