Interview mit Danny Wilming & Tim Lenke

"Burger King"-Insider über neuen King’s Pastrami, Trends und Fast-Food-Kuriositäten

Burger King gehört zu den Big-Playern auf dem Markt der internationalen Fast-Food-Ketten - Grund genug für Männersache, sich mal zu unterhalten.

Drei Burger
Foto: Burger King

Wer auf Fast Food steht, kommt auch in Deutschland nicht an Burger King vorbei. Wir von Männersache haben uns mit Danny Wilming (Head of Brand BURGER KING Deutschland GmbH) und Tim Lenke (Sr. Manager Product Development & Innovation BURGER KING Deutschland GmbH) über Produktneuheiten, Entwicklungsschritte beim Kreieren eines neuen Burgers und vermeintliche Fast-Food-Kuriositäten aus dem Ausland unterhalten.

Männersache: Hat die Corona-Pandemie die Essensbestellungen in den Burger-King-Filialen verändert?

Danny Wilming: Ja, uns fallen seit Beginn der Corona-Pandemie vor allem drei Veränderungen in unseren Restaurants auf: Unsere Gäste fahren häufiger durch den Drive-in als in den Jahren zuvor, sie bestellen häufiger online über App und Webseite zum Liefern und nutzen bevorzugt die Bestellterminals in den Restaurants. Bestellungen wurden also noch digitaler und mobiler.

Männersache: Wie macht sich der Trend zu veganer Kost bei den Umsatzzahlen bemerkbar?

Danny Wilming: Unser Plant-based Sortiment wird bei unseren Gästen von Jahr zu Jahr beliebter. Mittlerweile wird jeder fünfte Whopper bei uns als Plant-based Version verkauft. Dazu konnten wir als erste Gastronomen in Deutschland Produkte mit dem VLabel als vegan lizenzieren. Das zeigt sich auch in unseren Zahlen, denn der Anteil der Plant-based Produkte an unserem Gesamtumsatz steigt immer weiter.

Männersache: Welche interessanten Trends gibt es in Sachen Fast Food zu beobachten?

Danny Wilming: Plant-based Alternativen liegen voll im Trend. Mit unseren vegan lizenzierten Produkten bieten wir unseren Gästen eine schmackhafte Alternative zu unseren Klassikern, ohne geschmackliche Kompromisse eingehen zu müssen. Welche Produkte bei uns vegan sind, erkennen unsere Gäste am V-Label, welches sie bei ihrer Auswahl unterstützen soll. Wir sind begeistert vom positiven Feedback unserer Gäste auf unsere vegetarischen und veganen Produkte, weshalb wir unser Plant-based Sortiment kontinuierlich ausbauen. Beim Thema alternative Proteinquellen sind wir bereits Vorreiter in der Systemgastronomie, aber ich bin mir sicher, dass es hier noch gewaltiges Potenzial für weitere Innovationen geben wird.

Tim Lenke: Eine weitere Entwicklung, die wir bei unseren Gästen beobachtet haben, ist der zunehmende Fokus auf Qualität und Transparenz, besonders bei den Inhaltsstoffen und bei der Herkunft unserer Produkte. Alle unsere Speisen kommen ohne die Zusatzstoffe Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker sowie ohne künstliche Aromen aus – Qualität, die man schmeckt. Außerdem haben wir sehr erfolgreich unsere 2 Premium-Plattform King’s Selection eingeführt. Diese zeichnet sich durch knackig frische und regionale Zutaten aus, denn die Beef Patties mit ihrem unverwechselbaren Grillgeschmack bestehen aus 100 % deutschem Rindfleisch.

Dazu gibt es knackigen Rucola und ein fluffiges Brioche Bun. Unsere Fans lieben diese Innovation, die mit dem klassischen Image von Fast-Food nicht mehr viel zu tun hat. Deshalb bauen wir die Premium-Plattform King’s Selection regelmäßig mit abwechslungsreichen Produkten aus. Danny Wilming: Zudem treiben wir die Digitalisierung in unseren Restaurants weiter voran. So werden die Bestellprozesse durch die Einführung von digitalen Bestellterminals noch einfacher und schneller. Auch die Bestellung von zuhause oder von unterwegs wird durch unsere App oder über die Webseite sehr stark nachgefragt und zeigt, wie sich die Branche auch zukunftsfähig macht.

Männersache: Welche "verrückten" Angebote finden Gäste in den Burger King-Filialen außerhalb Europas?

Tim Lenke: Natürlich gilt auch bei uns: Andere Länder, andere Sitten. Bei unserer Produktentwicklung richten wir uns daher ganz klar nach den Wünschen und Geschmäckern unserer Gäste – und die unterscheiden sich eben auf der Welt. In unseren indischen Burger King Filialen bieten wir zum Beispiel keine Burger mit Rindfleisch an und in Vietnam servieren wir beim „Rice King“ zu den Nuggets Reis. In kanadischen Burger King Restaurants bieten wir neben dem Nationalgericht Poutine – Pommes mit Käsestückchen, übergossen mit Bratensoße - auch gewürzte Hähnchenpommes und Nuggets an.

Männersache: Welche Gerichte sind woanders der absolute Renner – in Europa/Deutschland jedoch komplett unbekannt?

Tim Lenke: In Südkorea sind besonders Garnelen beliebt, die neben Brathähnchen in Form von Kokosgarnelen als Beilage serviert werden. In Brasilien werden besonders Pommes-Fans fündig, denn hier können Gäste zwischen vier verschiedenen Varianten wählen: Angry Pommes mit Ketchup und Bacon, Supreme Pommes mit Bacon und Käse, einen ganzen Pommes-Kübel und Coxinha Pommes — brasilianische Hühnerkroketten in Pommes-Form.

King’s Pastrami
King’s Pastrami Foto: Burger King

Männersache: Was ist der erste Schritt bei der Entwicklung eines neuen Gerichts bei Burger King?

Tim Lenke: Wir schauen auf die Trends in Deutschland und weltweit und besprechen dann gemeinsam mit unseren Lieferanten, was wir ausprobieren. Da wir mit den meisten Lieferanten seit Jahren zusammenarbeiten, sind wir ein eingespieltes Team. Wenn wir uns auf einige Trends geeinigt haben, bauen wir die Burger-Kreationen in der Küche nach und testen, ob das, was wir uns im Kopf überlegt haben, auch tatsächlich gut schmeckt! Nach einigen Umfragen und Taste Tests mit Konsumenten landen so die spannendsten Burger im Restaurant.

Männersache: Welcher Grundgedanke war bei der Entwicklung des King’s Pastrami ausschlaggebend?

Tim Lenke: Unsere King’s Selection ist seit ihrer Einführung ein absolutes Highlight für Burger-Fans. Jede neue Burger-Variante bekommt immens viel Zuspruch. Das freut mich als Produktentwickler natürlich, setzt die Messlatte aber immer höher. Deswegen wollten wir etwas Neues machen, dass einerseits die hohe Qualität der King’s Selection unterstreicht und es andererseits so wahrscheinlich in der deutschen Systemgastronomie noch nicht gegeben hat. Raus kam der King‘s Pastrami.

Das Patty besteht zu 100 % aus deutschem Rindfleisch. Wir servieren den Burger in einem fluffigen Brioche Bun mit knackigem Rucola und einer milden 4 Kräuter-Senf-Sauce. Wie bei all unseren Produkten setzen wir auf höchste Qualität und verzichten auf die Zusatzstoffe Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker sowie künstliche Aromen

Danny Wilming: Wir sehen den Wunsch unserer Gäste nach Qualität und Pastrami ist eine absolute Delikatesse. Viele kennen Pastrami aus den USA, wo Sandwiches häufig damit belegt werden. Wir setzen nochmal eines darauf und bauen einen Burger damit! Mit dem King’s Pastrami konnten wir unsere Fleisch-Fans überraschen und ihnen einen Burger mit bester Qualität bieten – ein weiteres absolutes Highlight der King’s Selection. Mit dem King’s Pastrami bieten wir unseren Gästen einen absoluten amerikanischen Klassiker mit Premiumrindfleisch. Es heißt, dass Pastrami ursprünglich von rumänischen Juden in die USA gebracht wurde.

Dort gilt es heute als absolute Delikatesse und ein Pastrami Sandwich kann dann auch einmal 20 Dollar kosten. Den rauchigen Geschmack bekommt die Pastrami, indem das Fleisch über mehrere Tage gepökelt und anschließend geräuchert wird. Zum Schluss wird das saftig zarte Fleisch in dünne Scheiben geschnitten und entweder warm oder kalt serviert

Männersache: Besten Dank für das interessante Gespräch.

Über Burger King

1954 gegründet, ist Burger King die zweitgrößte Fast-Food-Hamburger-Kette der Welt. Das Burger King®System, als „Home of the Whopper “ gegründet, betreibt weltweit mehr als 18.600 Restaurants in 100 Ländern und U.S. Territorien. Fast 100 Prozent der Burger King Restaurants werden von unabhängigen Franchisenehmer*innen geführt.

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