Zahnpflege

Zahnpflege beim Hund: Das musst du unbedingt wissen

Zahnpflege beim Hund ist Herrchen-Sache, denn dein Hund kann sich nicht selbst die Zähne putzen. Alles, was du darüber wissen musst.

Zahnpflege beim Hund
Zahnpflege beim Hund: Auf die Zähne, fertig, los! Foto: iStock / walik

Zahnpflege beim Hund: Nicht dem Zufall überlassen

Zahnpflege beim Hund ist Herrchen-Sache, egal, ob du den Pekinesen deiner Freundin Gassi führst, mit deinem Schäferhund wandern gehst oder dein Golden Retriever der liebevollste Familienhund der Welt ist: .

Das Zauberwort heißt Prophylaxe. Je früher du ein Auge auf die Beißer deines Vierbeiners hast, desto besser. Leichten Zahnbelag kannst du noch easy selbst entfernen. Hat sich erst einmal Zahnstein oder Karies gebildet, muss der Tierarzt ran.

Mundgeruch, verfärbte Zähne: Anzeichen für Zahnprobleme beim Hund

Wie beim Menschen verfangen sich nach dem Essen Speisereste im Gebiss und der Mundhöhle des Hundes, die dort faulen und Bakterien bilden. Werden diese nicht regelmäßig entfernt, entsteht Zahnbelag (Plaque), der schließlich zu Zahnstein, Karies, Entzündungen und Zahnschmerzen führt.

Zu den ersten Anzeichen für Zahnprobleme beim Hund gehört ein übler Mundgeruch. Der Mythos, dass Hunde – oder auch Katzen – grundsätzlich aus dem Mund riechen, ist nämlich genau das: ein Mythos. Der schlechte Atem entsteht wie beim Menschen infolge der Bakterienbildung im Mund.

Mundgeruch beim Hund und Plaque gehen meistens Hand in Hand. Der Zahnbelag ist eine Mischung aus Bakterien und Speichel. Er legt sich wie ein klebriger Film um die Zähne des Tieres und ist durch seine gelbliche Farbe leicht zu erkennen. Allein mit Wasser ist Plaque nicht wegzukriegen.

Natürliche Zahnpflege beim Hund: Kauen, kauen, kauen

Um Zahnbelag zu entfernen und damit zu verhindern, dass Zahnstein, Karies & Co. entstehen, muss dein Vierbeiner sich die Zähne putzen. Gut für das Tier: Natürliche Zahnpflege beim Hund läuft zunächst übers Futter.

Hochwertiges Futter

Egal, ob du deinem Hund Feucht- oder Trockenfutter fütterst oder ihn barfst: In jeder Variante gibt es Futter, das die Zähne deines Tieres pflegt. Nassfutter mit großen Brocken und einer festen Struktur sorgt dafür, dass Plaque beim Kauen abgerieben wird. Beim Trockenfutter solltest du darauf achten, dass es speziell für die Zahnpflege gedacht ist: Gewöhnliches Trockenfutter zerbröselt zu schnell, um einen zahnreinigenden Effekt zu haben. Beim Barfen – also der rein naturbelassenen Ernährungsweise – kannst du auf festeres Fleisch und Knochen zur Zahnpflege setzen.

Wichtig ist in jedem Fall darauf zu achten, dass gekauftes Hundefutter (möglichst) frei von Zucker und Zusatzstoffen ist, da diese die Entstehung von Bakterien im Mund begünstigen.

(Kau-)Knochen – oder doch Kausticks?

Eine immer wieder gern geführte Diskussion unter Hundebesitzern: Sind Kausticks wirklich zur Zahnpflege geeignet? Dazu ein glasklares Jein. Sicherlich pflegen zuckerfreie Kauknochen und echte Knochen die Zähne des Hundes ganz natürlich: Der Hund nagt daran und reibt sich so sämtlichen Schmutz vom Gebiss. Ist dein Tier aber schon älter oder hat bereits Zahnprobleme, wird es mit Knochen nicht viel anfangen können. In solchen Fällen sind die weicheren Kausticks zur Dentalhygiene hilfreich.

Zahnpflege-Präparate

Ob flüssig oder als Pulver: Es gibt verschiedene Zusätze, die Bakterien im Mundraum den Garaus machen. Man kann beispielsweise antibakteriell wirkende Präparate mit Chlorhexidin, ein Antiseptikum, dem Trinkwasser zugeben oder auf Algenzusätze in der Nahrung setzen. Am besten vorher den Tierarzt fragen, welches Präparat sich für den Hund eignet.

Spielzeuge zur Zahnreinigung beim Hund

Zahnpflege muss beim Hund nicht immer übers Futter laufen. Es gibt Spielzeuge, deren spezielle Form wie eine Zahnbürste wirken: Packt der Hund beim Spielen zu, wird Plaque von den Zähnen gerieben. Gummikauknochen und mehr findest du in jedem Tiergeschäft.

Zähneputzen beim Hund: Das spricht dafür

Du hörst „Zähneputzen beim Hund“ und denkst an Paris Hilton, die ihren Chihuahua mit einem Baby verwechselt? Wir auch. Dabei gibt es viele gute Gründe, die Zähne seines Hundes gezielt zu reinigen. Zum einen, weil es die gründlichste und effektivste Form der Prophylaxe ist und Zahnstein & Co. so gar nicht erst entstehen. Zum anderen neigen manche Hunde unabhängig von Futter und Kauknochen zu schlechten Zähnen. Wer einen Hund schon einmal beim Altwerden begleitet hat, der weiß außerdem: Ein altes Tier hat keinen Bock mehr, sich die Zähne an einem Knochen zu schaben. In beiden Fällen hilft regelmäßiges Putzen am besten.

Viele überlassen die Zahnreinigung beim Hund dem Spezialisten und gehen damit zum Tierarzt. Du kannst deinem Hund aber auch selbst die Zähne putzen. Tägliches Zähneputzen beim Hund ist allerdings kein Muss, zwei- bis dreimal wöchentlich reicht aus.

Hundezahnbürsten

Es gibt spezielle Hundezahnbürsten, die im Grunde aussehen wie die für Menschen, nur etwas kleiner. Zum Zähneputzen reicht es, die Lippen deines Hundes leicht anzuheben und die Zähne sanft mit der Bürste zu schrubben – ein erzwungenes Öffnen des Maules ist nicht nötig.

Zähneputzen beim Hund
Zähneputzen beim Hund: Immer schön locker und sanft Foto: iStock / FatCamera

Hundezahnpasta

Tiere vertragen nicht die Zahnpasta, die wir Menschen benutzen. Außerdem hat Hundezahnpasta einen entscheidenden Vorteil: Sie schmeckt nach Fleisch, was das Zähneputzen schön schmackhaft macht für deinen Vierbeiner.

Zahnreinigungstücher, Anti-Plaque-Finger & Co.

Bei besonders leb- oder schreckhaften Tieren kann eine Zahnbürste schnell zu Verletzungen führen. In solchen Fällen ist es besser, die Zähne mit dem Finger zu reinigen. Dazu eigenen sich spezielle Zahnreinigungstücher oder auch Anti-Plaque-Fingerüberzüge. Einfach überstülpen und die Zähne deines Hundes sanft abreiben.

Männersache-Tipp: Haftende Hundezahnpasta

Wenn dein Hund sich partout nicht die Zähne putzen lassen will, gibt es spezielle Zahnpasta, die etwas klebriger ist als die gewöhnliche. Diese wird an den Wangeninnenseiten im Maul aufgetragen und durch sanftes Massieren von außen im Mundraum verteilt. Das entfernt Zahnbelag und regt den Speichelfluss an.

Egal, wie Mann für die richtige Zahnpflege beim Hund sorgt: Wichtig ist, das Tier zu nichts zu zwingen und im Zweifelsfall lieber den Tierarzt zu Rate zu ziehen.

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