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Neue Studie von Evolutionsforschern: DARUM gibt es das männliche Geschlecht

Eine Studie zeigt, dass Männer existieren, weil sie eher geopfert werden können – und so die Durchsetzung von schädlichen Mutationen verhindern.

XY Chromosom
Warum gibt es das männliche Geschlecht? Eine schwedische Studie hat Antworten. Foto: iStock/vchal

Während sich andere Tierarten auch ungeschlechtlich fortpflanzen können, vermehren wir uns lediglich durch die sexuelle Reproduktion.

Vor dem Hintergrund, dass nur Frauen Kinder bekommen können und diese nur eine begrenzte Zeit fruchtbar sind, stellt sich die Frage nach dem Warum.

Zudem ist die Suche nach einem Partner auch nicht besonders einfach – evolutionstechnisch betrachtet sogar ziemlich zeitintensiv. Da es in der Natur für alles einen Grund gibt, muss es also auch einen dafür geben, dass die Frau, die das Kind schließlich austrägt, nicht alleine für die Fortpflanzung genügt.

Wofür brauchen wir Männer?

Eine mögliche Antwort wurde nun in dem Fachmagazin 'Evolution Letters' veröffentlicht. Dort präsentieren Wissenschaftler von der Universität in Stockholm ihre Studie zu dem Thema. Ihren Ergebnissen zufolge gibt es einen bestimmten Grund, warum wir Männer schließlich doch brauchen.

Der Grund für die zweigeschlechtliche Fortpflanzung ist demnach, dass Männer dazu dienen, die Gesundheit der Menschheit sicherzustellen, indem durch ihre Existenz schädliche Mutationen aus der Population entfernt werden.

"Bauernopfer" der Menschheit

Das funktioniert, weil Männer öfter die Träger dieser schädlichen Mutationen sind. Das jedenfalls fanden die Wissenschaftler heraus, als sie einen Käfer, den Vierfleckigen Bohnenfresser, untersuchten.

Die Träger der Mutationen sterben entweder frühzeitig oder sie haben es bei der Partnersuche schwerer und können sich deshalb nicht fortpflanzen.

Auf diese Art und Weise werden diese Mutationen davon abgehalten, weiter in die Population vorzudringen. Da es theoretisch nur wenige Männer braucht, um viele Frauen zu befruchten, kann man auf den Mann eher verzichten als auf die Frau.

Das Wissensmagazin 'scinexx' bezeichnet Männer deshalb als sogenannte „Bauernopfer“ der Menschheit.

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