Coronavirus

Corona: Zahlen-Chaos beim RKI

Ein Tippfehler des Robert-Koch-Instituts bestärkt Impfskeptiker - und sorgt im Netz für Aufregung.

Lothar Wieler
Lothar Wieler, Chef des Robert Koch Instituts Foto: Imago / Reiner Zensen

Seit Beginn der Pandemie orientiert sich die Politik an den Wochenberichten des RKI. Dort werden die demografische und geografische Verteilung der Infizierten, die Krankenhauseinlieferungen - als auch die Fälle mit Virusvarianten mithilfe von gesammelten Daten abgebildet.

In dem letzten Bericht von 2021 schlich sich jedoch ein Fehler ein. Laut dem Dokument vom 30. Dezember seien lediglich 186 ungeimpfte Personen mit der Omikron-Variante infiziert, gleichzeitig aber 4.020 Menschen, die vollständig geimpft seien.

Mittlerweile wurde diese Angabe korrigiert. Denn bei diesen Daten handelte es sich um einen schlichten Tippfehler, der sich eingeschlichen hatte. Eigentlich waren es 1.097 Fälle von ungeimpften Personen, die sich mit der Omikron-Variante infiziert hatten.

Impfskepsis auf Twitter

Doch bevor der Fehler erkannt und am 3. Januar 2022 korrigiert werden konnte, hatte er bereits Impfskeptiker und Impfgegner auf den Plan gerufen. Auf Twitter häuften sich skurrile Vermutungen.

Eine Userin beispielsweise twitterte: "Also wieder ganz klar, ich lasse mich nicht impfen! Warum kapieren das 96 Prozent nicht?" Weitere User und Userinnen kritisierten aufgrund von dieser falschen Datenlage das 2G-Modell.

Mittlerweile wird auf Twitter von gleich mehreren Personen darauf hingewiesen, dass es sich bei sämtlichen Grafiken, die von den 186 ungeimpft-infizierten Personen ausgeht, um Falschinformation handelt. Doch auch diese Erkenntnis wird ebenfalls von Impfskeptiker:innen ausgeschlachtet.

Der nächste Wochenbericht erscheint am 6. Januar 2022. Das Zahlen-Chaos soll darin noch einmal aufgegriffen werden.

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