Coronavirus

Omikron-Hammer: Drosten jetzt für "1G-Regel"

Sollten die Kontaktbeschränkungen nicht wirken, plädiert Christian Drosten für eine 1G-Regelung. Die Details.

Virologe Christian Drosten
Foto: Imago / Jens Schicke

Charité-Virologe Christian Drosten antwortete auf die Frage, ob ein Lockdown nötig wäre, um die Omikron-Variante in den Griff zu bekommen zögerlich. Man müsse jetzt abwarten, "ob und wie die jetzt geltenden und noch einmal nachgezogenen Maßnahmen wirken".

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Sollte die Inzidenz dennoch weiter steigen, hat Drosten bereits eine andere Idee: die 1G-Regel.

1G: Nur für Geboosterte

Damit bezeichnet der Wissenschaftler eine Regelung, nach der lediglich Menschen, die eine Auffrischungsimpfung bekommen haben, Zutritt zu Veranstaltungen und zu Bereichen bekommen, die derzeit noch von Genesenen und Geimpften besucht werden können.

Der Hintergrund dieses Vorschlags ist, dass die Wirkung der Impfung mit der Zeit nachlässt. Mit einer Auffrischungsimpfung wird das Immunsystem "geboostert", weil es neue Antikörper bildet. Das ist im Angesicht der neuen Omikron-Variante essenziell, da doppelte Geimpfte nahezu kaum vor dieser Mutation geschützt seien.

Wer jedoch eine Booster-Impfung erhalten hat, ist, wie Gesundheitsminister Lauterbach im Deutschlandfunk erklärte, bis zu 90 Prozent vor einem schweren Verlauf geschützt.

Drosten fasst zusammen: "Wer aber kürzlich geboostert ist, trägt wahrscheinlich weniger zur Weiterverbreitung bei und ist merklich gegen die Erkrankung geschützt. Bei Delta mögen 2G und 3G reichen, aber jetzt schreibt Omikron die Regeln".

Omikron: Erfreuliche Studie

Kürzlich wurden neue Erkenntnisse über die Omikron-Variante bekannt. Drosten twitterte am 22. Dezember 2021:

"Wegweisende Studie von Neil Ferguson zu Omikron. Ungeimpfte haben bei Infektion mit Omikron vs. Delta ca. 24% weniger Risiko einer Krh-Aufnahme. Omikron ist also gegenüber Delta etwas abgeschwächt. Etwas. Unterschied bei schweren Verläufen weiter unklar."

Es besteht also die Hoffnung, dass die Omikron-Variante zwar um ein Vielfaches ansteckender ist, dafür jedoch nicht so schnell wie die Delta-Variante dafür sorgt, dass der Patient oder die Patientin ins Krankenhaus eingeliefert werden muss.

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