Terror im Ferienparadies

Mini-Tsunami überrollt Balearen-Strände

Wir alle kennen noch die Fernsehbilder von 2004. Viele Touristen waren zum Fest in wärmere Gefilde geflohen und wollten Weihnachten unter Palmen feiern. Dann kam der Monster-Tsunami, mit den bekannten Schreckenszahlen: 230.000 Tote. Da wird sich der ein oder andere gedacht haben "Lieber im 17. Bundesland an den Strand packen, da kann so etwas nicht passieren." Falsch gedacht!

Mini-Tsunami auf Mallorca
Mini-Tsunami auf Mallorca Foto: Facebook / LADbible

Zugegeben, vergleichbar mit der großen, welterschütternden Katastrophe des Tsunamis im Indischen Ozean ist das, was gerade über die Balearen schwappte nicht. Gottseidank.

Für eine ordentliche Alarmstimmung im Nordosten von Mallorca, genauer in Port d’Alcudia, reichte es trotzdem. Urplötzlich trat das Wasser an Land, überschwemmte die Promenade und riss Stühle, Tische und Sonnenschirme mit sich.

Solche Mini-Tsunamis, in der Fachsprache Meteotsunami, und bei den Einheimischen als Rissaga bekannt, sind dabei gar nicht so selten.

Verantwortlich sind aber keine seismischen Aktivitäten, sondern Schwankungen im Luftdruck. Fällt der Druck um mehr als acht Hektopascal, verursacht das ein plötzlich Abfallen und Wiederanschwellen des Meeresspiegels.

Es wird geschätzt, dass dieses Phänomen etwa ein- bis zweimal im Jahr auftritt. Zumeist geht es dann um eine Wellenhöhe von 60 Zentimetern. Das reicht für nasse Füße. Allerdings hat Rissaga auch schon richtig heftig zugeschlagen.

In den Jahren 1984 und 2006 entleerte sich das Hafenbecken von Ciutadella innerhalb kürzester Zeit, nur, um mit einer Monsterwelle von vier Metern Höhe zurückzukehren und große Verwüstungen anzurichten.

Also Achtung, Ihr Ballermänner und –frauen da draußen! Haltet Euer Bier besser besonders fest. Nicht, dass es noch mit Euch zusammen quer über die Insel gespült wird. Wäre doch schade.