Coronavirus

Mehr Mutationen als Omikron: Neue Corona-Variante entdeckt

In Südfrankreich sollen sich 12 Personen mit einer bisher unentdeckten Mutation des Coronavirus angesteckt haben. Die Details.

Mutation des Coronavirus
Eine neue Mutation des Coronavirus wurde in Frankreich entdeckt (Themenbild) Foto: iStock / style-photography

Eine neue Mutation des Corona-Virus wurde in Südfrankreich entdeckt. Wie aus einer Pre-Print-Studie hervorgeht, sollen sich 12 Personen mit der neuartigen Variante infiziert haben. "Pre-Print" bedeutet, dass diese noch von unabhängigen Experten (von einer Fachzeitschrift/ einem Verlag) geprüft werden muss.

In der wissenschaftlichen Arbeit heißt es, dass die PCR-Tests von zwölf Personen im Südosten des Landes eine atypische Mutation aufweisen. Die Person, von dem die anderen sich angesteckt haben sollen, kehrte von einer Reise aus Kamerun zurück.

Escape-Mutation vorhanden

In Kamerum sind lediglich 2,4 Prozent der Bevölkerung geimpft - was eine Mutation des Virus begünstigt. Im Gespräch mit der 'Deutschen Welle' erklärte Virologe Friedemann Weber von der Justus-Liebig-Universität Gießen den Ausbruch der Delta-Variante wie folgt: "Es waren die Infizierten, die die neue Variante des Virus, eine Immunflucht des Virus ausgebrütet haben."

In der Pre-Print-Studie heißt es weiter, dass die neuartige Variante 46 Mutationen aufweist - im Vergleich dazu hat die Omikron-Mutation 37 Mutationen. Zudem tauchen in dem Virus Mutationen auf, die wir bereits von der Alpha-Variante kennen. Eine davon ist eine Escape-Mutation - diese verringern bei Impfstoffen die Wirkung.

Ob die neuartige Mutation jedoch wirklich gefährlicher, infektiöser ist oder wie es sich zu unseren Impfstoffen verhält, bleibt derzeit noch offen.

Im Gespräch mit RTL erklärt der Allgemeinmediziner Dr. Christoph Specht jedoch, dass Mutationen an der Tagesordnung seien: "Es ist mehr oder weniger jetzt dem Zufall geschuldet, dass von dieser Mutation berichtet wurde, denn es entstehen andauernd viele weitere Mutationen, von denen man gar nichts mitbekommt."

In der Zusammenfassung der Ergebnisse wird festgehalten, dass diese Daten "ein weiteres Beispiel für die Unvorhersehbarkeit des Auftretens von SARS-CoV-2-Varianten und ihrer Einschleppung aus dem Ausland in ein bestimmtes geografisches Gebiet".

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