Coronavirus

Corona: Lauterbach demontiert RKI-Chef Wieler

Das Gesundheitsministerium stoppt das Vorhaben des Robert-Koch-Instituts, die Impfquote neu zu berechnen.

Lauterbach und Wieler
Bundespressekonferenz in Berlin im Februar 2022: Lauterbach und Wieler Foto: Imago / Chris Emil Janßen

In der Corona-Pandemie ist das Robert-Koch-Institut für die Datenlage zuständig, nach der sich viele Entscheidungen und Gesetze richten. Inzidenzen und Impfquoten werden in Zusammenarbeit mit den Ländern erhoben und veröffentlicht. Diese lassen sich ständig und für das jeweilige Bundesland einsehen.

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Dabei kam es schon häufiger zu Unstimmigkeiten. Im Januar 2022 war es lediglich ein Tippfehler, der jedoch Impfskeptiker auf den Plan rief - wir berichteten.

Im Oktober 2021 stellte sich außerdem heraus, dass die Impfquote höher war als das Institut berechnet hatte. Jetzt herrscht erneut das sogenannte "Zahlen-Chaos" - jedoch aus einem anderen Grund.

Johnsonn & Johnson herausrechnen

Denn das RKI mit Lothar Wieler an der Spitze, wollte alle, die mit Johnson & Johnson geimpft worden sind aus der Statistik der vollständig geimpften herausrechnen. Der Grund dafür ist, dass seit dem 14. Januar alle, die nur eine J&J-Impfung erhalten haben, nicht als vollständig geimpft gelten.

Obwohl am Anfang gesagt wurde, dass bei diesem Impfstoff lediglich eine Impfung reichen würde, hat sich die wissenschaftliche Lage seither verändert, weshalb bereits im Herbst 2021 eine zweite Impfung empfohlen wurde.

Wer also mit J&J geimpft ist, muss sich wie alle anderen zweimal impfen lassen, um den vollständigen Impfschutz zu haben - und drei Mal, um als geboostert zu gelten.

Das RKI will deshalb nun die 3,6 Millionen J&J-Geimpften aus der Statistik herausrechnen. Das von Lauterbach geführte Bundesgesundheitsministerium hält jedoch dagegen. Der Grund: Das RKI zählt nicht die geimpften Personen, sondern die Dosen, die verimpft wurden. Demnach würden Menschen aus der Statistik herausgerechnet, die sich nach Empfehlungen der Ständigen Impfkommission die zweite mRnA-Impfung abgeholt haben, wie Business Insider berichtet.

Nach derzeitigem Stand wird die Impfquote also nicht verändert - es wird jedoch einen Hinweis auf die Ungenauigkeit der Statistik geben.

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