CORONAVIRUS

Wegen Papiermangel: Krankenkassen lehnen Impfpflicht ab

Die Krankenkassen sprechen sich gegen die allgemeine Impfpflicht aus. Es sei nicht genug Papier für die Umsetzung da. Die Details.

Frau füllt Krankenkarte aus
Krankenkassen: Zu wenig Papier für die Impfpflicht Foto: iStock / shironosov

Im Bundestag scheint es aktuell keine Mehrheit für die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht zu geben - wir berichteten. Auch die Krankenkassen, die Versicherte anschreiben sollen, sprechen sich dagegen aus. Einer der Gründe lautet: Papiermangel.

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Es sei schlicht nicht genug Papier da, um alle Versicherten anzuschreiben. Die GKV, der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen, berichtet, dass in Europa ein "akuter Papiermangel" herrsche. Somit fehle das Material "für die rund 120 Millionen Schreiben". Diese seien dazu da, Versicherte zu informieren, wie der "Spiegel" berichtet.

Papiermangel in Europa

Weiter heißt es in der Stellungnahme der Kassen, dass die Umsetzung einer allgemeinen Impfpflicht bis zum 15. Mai schlicht nicht zu erfüllen sei. Das läge zunächst daran, dass allein die notwendige europäische Ausschreibung der Druckaufträge zeitlich nicht zu schaffen sei.

Hinzu kommt, dass die Versicherungen nicht die aktuellen Adressdaten der Versicherten hätten. Zudem wolle man das Verhältnis zwischen Versicherten und Krankenkassen nicht belasten - was passieren würde, wenn die Meldung zu Bußgeldern führten.

Anfang April soll eine Entscheidung zur allgemeinen Impfpflicht gefällt werden - es wird ein Kompromiss angestrebt. Die CDU/CSU kündigte jedoch schon eine grundlegende Ablehnung gegenüber der allgemeinen Impfpflicht an.

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