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Kino zu, Restaurants zu & mehr: Bundesländer machen wieder dicht

Erneute Lockdowns wurden zwar im Fortgang der Pandemie als Gegenmaßnahme kategorisch ausgeschlossen, aber das scheint aktuell Geschwätz von gestern zu sein.

Einzelhandel im Lockdown
Der Einzelhandel im Würgegriff neuer Lockdowns Foto: iStock / Axel Bueckert

Die Achterbahnfahrt für Restaurant-, Club- und Kinobetreiber sowie für die meisten Kulturschaffenden scheint weiterzugehen, Omikron sei "Dank".

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Am 21. Dezember kamen Bund und Länder zusammen, um über neue Wege der Pandemiebekämpfung zu beraten. Verpflichtend sollen dabei folgende Punkte sein:

  • Kontaktbeschränkungen für alle Bürger, auch geimpfte und genese. Privat treffen dürfen sich nur noch maximal 10 Personen. Kinder, die ihr 14. Lebensjahr noch nicht beendet haben, sind davon ausgenommen.

  • Clubs und Diskotheken werden bundesweit geschlossen, Tanzveranstaltungen sind verboten.

  • Großveranstaltungen, wie beispielsweise Fußballspiele dürfen nur noch ohne Zuschauer stattfinden.

  • Bis Ende Januar 2022 sollen weitere 30 Millionen Impfungen (Erst-, Zweit- und Booster-Impfungen) erfolgen.

Diese Punkte sollen ab dem 28. Dezember gelten, allerdings kochen die einzelnen Bundesländer wie gewohnt ihr eigenes Süppchen und packen teilweise noch weitere Maßnahmen obendrauf. Was nun exakt in welchem Bundesland gilt haben wir hier im Überblick zusammengefasst.

Was gilt in welchem Bundesland?

Baden-Württemberg

  • Sperrstunde Gastronomie von 22.30 Uhr bis 5.00 Uhr morgens. Ausnahme Silvester (erst ab 1.00 Uhr)

  • Private Treffen mit maximal 10 Personen innen, 50 außen

  • FFP2-Maskenpflicht in Innenräumen

  • Ab Hospitalisierunginzidenz von 6,0 oder ab 450 mit Covid-Patienten in Intensivbetten maximale Auslastungsgrenze 50 Prozent

  • Diskotheken, Bars und Clubs bleiben geschlossen

  • Auch Geimpfte und Genesene müssen sich vor einem Restaurantbesuch testen lassen, es sei denn, die Zweitimpfung liegt drei Monate oder weniger zurück. Erwachsene mit einer Auffrischungsimpfung und Jugendliche bis 17 Jahre mit vollständigem Impfschutz müssen sich nicht testen lassen

Bayern

  • Private Treffen mit maximal 10 Personen, auch wenn alle Beteiligten geimpft oder genesen sind. Von der Regel ausgenommen sind Kinder unter 14 Jahren

  • Ungeimpfte dürfen sich nur mit Mitgliedern des gleichen Hausstands und maximal zwei Mitgliedern eines weiteren Hausstandes treffen

  • Für alle großen, überregionalen Veranstaltungen, ganz gleich ob aus dem Bereich Sport oder Kultur gilt ab sofort ein Zuschauerverbot

  • Tanzveranstaltungen sind grundsätzlich verboten, egal, ob drinnen oder draußen

Berlin

  • Private Treffen mit maximal 10 Personen, auch wenn alle Beteiligten geimpft oder genesen sind. Von der Regel ausgenommen sind Kinder unter 14 Jahren

  • Ungeimpfte dürfen sich nur mit Mitgliedern des gleichen Hausstands und maximal zwei Mitgliedern eines weiteren Hausstandes treffen

  • In 53 Arealen im gesamten Stadtgebiet gilt an Silvester ein Feuerwerksverbot, beispielsweise in den Feier- und Party-Hotspots in Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln.

  • Im Gegensatz zu den meisten anderen Bundesländern dürfen die Berliner Sportvereine weiterhin vor Zuschauern spielen, allerdings mit eingeschränkten Kontingenten: bis zu 3000 Zuschauer im Freien sowie 2000 Zuschauer in geschlossenen Räumen.

Brandenburg

  • Private Treffen mit maximal 10 Personen innen wie außen. Von der Regel ausgenommen sind Kinder unter 14 Jahren

  • Ungeimpfte dürfen sich nur mit Mitgliedern des gleichen Hausstands und maximal zwei Mitgliedern eines weiteren Hausstandes treffen

  • Die Kontrolle von Impf- oder Testnachweisen in Einkaufszentren und Kaufhäusern wird durch farbige Bändchen geregelt, die an den Eingängen nach Kontrolle des Impfstatus' ausgegeben werden.

Bremen

  • Clubs und Discos bleiben geschlossen, Tanzveranstaltungen sind verboten. Für den Einzelhandel und die Gastronomie sowie in Kultur und Sport gelten die 2G-Regeln.

  • Private Treffen mit maximal 10 Personen innen wie außen. Von der Regel ausgenommen sind Kinder unter 14 Jahren

  • Ungeimpfte dürfen sich nur mit Mitgliedern des gleichen Hausstands und maximal zwei Mitgliedern eines weiteren Hausstandes treffen

Hamburg

  • Der Senat der Hansestadt ist ein Vorreiter in Sachen Kontaktbeschränkungen und muss nach dem Bund-Ländertreffen keine neuen Verschärfungen mehr abnicken. Schon vorher galt: Veranstaltungen im Freien mit bis zu 5000 Teilnehmern laufen unter 2G-Regeln, sind also nur für Geimpfte und Genesene zugänglich

  • In Innenräumen sinkt die zulässige Gesamtteilnehmerzahl auf 2500

  • Unter 3G-Regeln, also für Geimpfte, Genesene oder Getestete, dürfen sich draußen bis zu 500 Menschen versammeln, wenn feste Sitzplätze angeboten werden, ansonsten nur bis zu 250

  • Veranstaltungen in Innenräumen unterliegen unabhängig von der Teilnehmerzahl immer 2G-Regeln

Hessen

  • In Hessen hat Ministerpräsident Bouffier eine Teilnehmerzahl von maximal 250 Personen ausgerufen, unabhängig von der Art der Veranstaltung. Sport-Events, wie beispielsweise Heimspiele von Eintracht Frankfurt müssen also vor nahezu leeren Rängen stattfinden (sog. Geisterspiele)

  • Selbst für Geimpfte oder Genesene gilt, dass sie einen negativen Corona-Schnelltest nachweisen müssen, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Mitarbeiter benötigen zweimal pro Woche einen Test, Ungeimpfte sogar täglich

  • Treffen in der Öffentlichkeit außerhalb von größeren Veranstaltungen dürfen mit maximal 10 Personen stattfinden.

    Sind ungeimpfte oder nicht genesene Personen dabei, dürfen sich nur Mitglieder des gleichen Hausstands und maximal zwei Mitglieder eines weiteren Hausstandes treffen

  • Dies gilt nicht für Treffen im privaten Rahmen, für einen solchen wird allerdings eine "dringende Empfehlung" für maximale Kontaktbeschränkung ausgesprochen

  • Es müssen in der Öffentlichkeit Masken getragen werden, auch im Innenbereich, beispielsweise im Kino, eine Ausnahme bildet da nur die Gastronomie. Tanzveranstaltungen sind komplett untersagt

  • In Geschäften des Einzelhandels dürfen nur Geimpfte oder Genesene einkaufen. Ausnahme: Läden für die Grundversorgung, also Supermärkte oder Apotheken

  • Steigt die Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinanderfolgenden Tagen auf 350 oder darüber, werden ab dem darauffolgenden Tag zusätzliche "Hotspot-Regelungen" zur Anwendung gebracht

Mecklenburg-Vorpommern

  • Was bisher nur für die Mitte des Landes und seinen Osten galt, greift nun flächendeckend: Kinos, Theater, Museen, Zoos und Schwimmbäder müssen schließen

  • Bei privaten Zusammenkünften dürfen sich maximal noch zehn Personen zusammenfinden

  • Sportveranstaltungen dürfen nur noch ohne Zuschauer stattfinden

Niedersachsen

  • Private Treffen mit maximal 10 Personen, auch wenn alle Beteiligten geimpft oder genesen sind. Von der Regel ausgenommen sind Kinder unter 14 Jahren

  • Ungeimpfte dürfen sich nur mit Mitgliedern des gleichen Hausstands und maximal zwei Mitgliedern eines weiteren Hausstandes treffen

  • Für die Gastronomie und andere öffentliche Bereiche gelten bis zum 15. Januar die Auflagen der Warnstufe 3. Clubs sind seit Heiligabend geschlossen, Veranstaltungen mit mehr als 500 Menschen verboten

Nordrhein-Westfalen

  • Private Treffen mit maximal 10 Personen, auch wenn alle Beteiligten geimpft oder genesen sind. Die Anzahl der Hausstände bleibt davon unberührt. Von der Regel ausgenommen sind Kinder unter 14 Jahren

  • Innerhalb des eigenen Hausstands gibt es keine Personenbegrenzungen.

  • Nehmen an dem Treffen auch Ungeimpfte Personen teil, dürfen maximal zwei Personen eines anderen Hausstandes anwesend sein

  • Clubs und Discotheken müssen schließen, große Partys zu Silvester werden untersagt, öffentliche Tanzveranstaltungen und private Tanz- und Discopartys ebenso. Großveranstaltungen müssen ohne Publikum auskommen, andere Veranstaltungen bekommen eine maximale Teilnehmerzahl von 750 Personen vorgeschrieben.

  • Ein Mund-Nasen-Schutz muss auch im Freien getragen werden. Bei Angeboten im Innenbereich, bei denen keine Masken getragen werden können, beispielsweise bei Sport-Übungen, in Schwimmbädern und bei Wellnessangeboten, müssen auch Geimpfte oder Genesene einen negativen Schnelltest nachweisen können, der nicht älter als 24 Stunden ist.

Rheinland-Pfalz

  • Treffen mit maximal 10 Personen innen wie außen. Von der Regel ausgenommen sind Kinder unter 14 Jahren

  • Ungeimpfte dürfen sich nur mit Mitgliedern des gleichen Hausstands und maximal zwei Mitgliedern eines weiteren Hausstandes treffen

  • Alle Einwohner werden dazu angehalten, diese Regelungen auch im privaten Umfeld einzuhalten.

  • Clubs und Diskotheken müssen dichtmachen, überregionalen Sport-, Kultur- und andere Großveranstaltungen dürfen nur noch ohne Zuschauer stattfinden.

  • Für den Handel gelten die 2G-Regeln. Ausnahme: Supermärkte und andere Geschäfte des täglichen Bedarfs. 2G-plus gilt für die Gastronomie, Friseure und andere Innenraum-Geschäfte, in denen die Maske nicht die ganze Zeit getragen werden kann. Die Booster-Impfung ersetzt den negativen Schnelltest.

Saarland

  • Öffentliche Treffen mit maximal 10 Personen innen wie außen. Von der Regel ausgenommen sind Kinder unter 14 Jahren

  • Ungeimpfte dürfen sich nur mit Mitgliedern des gleichen Hausstands und maximal zwei Mitgliedern eines weiteren Hausstandes treffen

  • Diskotheken und Clubs müssen schließen. Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern oder Zuschauern dürfen nicht mehr stattfinden

  • Universitäten und Hochschulen müssen ihren Studierenden eine Teilnahme an Lehrveranstaltungen in digitaler Form ermöglichen, wenn diese weder geimpft noch genesen sind

  • An Silvester sind Ansammlungen von mehr als zehn Personen im öffentlichen Raum verboten

Sachsen

  • Private Treffen mit maximal 10 Personen. Von der Regel ausgenommen sind Kinder unter 16 Jahren. Sind Ungeimpfe dabei, dürfen sich maximal zwei Hausstände treffen und aus dem zweiten Hausstand darf nur eine Person anwesend sein.

  • Das Tragen von FFP2-Masken in geschlossenen öffentlichen Räumen von Einrichtungen, Betrieben, Läden und Behörden ist Pflicht

  • Silvesterfeiern auf öffentlichen Plätzen sind in ganz Sachsen untersagt

Sachsen-Anhalt

  • Clubs und Diskotheken müssen schließen

  • Geimpfte und Genesene sollen sich nicht mit mehr als zehn Personen treffen (Empfehlung!)

  • Die epidemische Lage wird festgestellt, was es Landkreisen und kreisfreien Städten ermöglicht, bei Bedarf eingenständig nachzubessern, sprich weitere Maßnahmen regional zu erlassen

Schleswig-Holstein

  • Treffen mit maximal 10 Personen innen wie außen. Von der Regel ausgenommen sind Kinder unter 14 Jahren

  • Kultur- und Sport-Veranstaltungen dürfen stattfinden, wenn die Teilnehmerzahl maximal 1000 Personen beträgt. Diskotheken und Clubs müssen nicht schließen, dürfen aber nur mit halber Kapazität (maximal 1000 Menschen) betrieben werden

  • Auch auf der Tanzfläche gilt Maskenpflicht. Es gilt weiterhin die 2G-plus-Regel, also nur Zutritt für Geimpfte oder Genesene, die einen negativen Corona-Test vorlegen können

  • Diese Regeln gelten auch für Tanzpartys oder vergleichbare Veranstaltungen in der Gastronomie

  • Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Zuschauerinnen und Zuschauern drinnen wie draußen sind grundsätzlich untersagt

Thüringen

  • Treffen mit maximal 10 Personen innen wie außen, von denen alle entweder geimpft oder genesen sein müssen. Von der Regel ausgenommen sind Kinder im Alter von unter 12 Jahren und drei Monaten

  • Silvesterfeiern im öffentlichen Raum sind untersagt

  • Clubs und Diskotheken sind und bleiben geschlossen

  • Veranstaltungen, Märkte, Feste oder Messen sind untersagt

  • Die ersten beiden Schultage nach dem Jahreswechsel fallen aus, bis zum 14. Januar findet zudem ausschließlich Distanzunterricht statt

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