Coronavirus

Keine Lockerungen: Bundesländer verlängern Corona-Regeln

Eigentlich sollte zum 20. März gelockert werden. Doch die Bundesländer wollen verlängern - und setzen auf Übergangsphasen. Die Details.

Karl Lauterbach
Karl Lauterbach bei Plenarsitzung im Bundestag (16.03.2022) - der Gesundheitsminister ermuntert zur Nutzung der Übergangsphase Foto: IMAGO / Christian Spicker

Das aktuelle Infektionsschutzgesetz läuft zum 20. März aus. Ein Entwurf sah Lockerungen vor - Maskenpflicht sollte in Supermärkten und Schulen ausgesetzt werden, Anpassungen wären bei hohen Zahlen möglich. Doch nun beschlossen gleich mehrere Bundesländer, diese Lockerungen aufzuschieben.

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Corona-Regeln: Das bedeutet die Übergangsphase

Tiefgreifende Corona-Regeln fallen also nicht am 20. März weg. Die meisten Bundesländer setzen hingegen auf eine Übergangsphase. Das bedeutet wie folgt:

  • In Bussen und Bahnen gilt weiterhin: Maskenpflicht und 3G-Nachweis

  • In der Gastronomie, Kulturstätten, beim Sport wird 3G-Nachweis benötigt

  • Arbeitsstellen entscheiden selbst, welche Regeln bei ihnen gelten. Das betrifft: Maskenpflicht, Homeoffice-Pflicht, regelmäßige Tests

  • In Clubs und Diskotheken gilt weiterhin 2G-Plus-Regel

  • Im Einzelhandel bleibt FFP2-Maskenpflicht (in den meisten Bundesländern)

Diese Übergangsphase, die Bundesländer optional in Kraft setzen können, soll zwei Wochen, also bis zum 02. April 2022 andauern.

Lauterbach ermunterte dazu, diese Phase zu nutzen: "Die Länder müssen es anpacken. Das haben jetzt einige Länder, zum Beispiel Brandenburg, auch getan. Die gehen nach vorne und sagen: Wir verlängern fast alles, was wir haben, und dann nehmen wir die neuen Hotspot-Regelungen", sagte er im ARD-Morgenmagazin.

Ein großer Teil der Bundesländer macht von diesen zwei Wochen Gebrauch. Bayern, Berlin und Niedersachsen kündigten bereits vor der Sitzung im Plenarsaal am Mittwoch, dem 16.03., einen Sonderweg an.

Das gilt in den Bundesländern

Nun plant auch NRW eine Verlängerung, Hamburg kündigt an, frühestens Anfang April zu lockern, auch Baden-Württemberg verlängert Maskenpflicht und plant keine Lockerungen bis zum 02. April. Gleiches gilt für Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, das Saarland, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

In Schleswig-Holstein hingegen fallen die 2G- und 3G-Regeln, während die Maskenpflicht bleibt. Auch in Sachsen fallen die Kontaktbeschränkungen ab dem 20. März weg, Begrenzungen bei Veranstaltungen gibt es ebenfalls nicht mehr. Ab dem 02. April soll voraussichtlich weiterhin gelockert werden.

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