Coronavirus

Lauterbach: Gewagte Corona-Prognose für Ostern 2022

Kürzlich erst prognostizierte Christian Drosten Lockerungen für Mitte April 2022. Jetzt äußert sich auch Gesundheitsminister Lauterbach.

Karl Lauterbach
Gesundheitsminister Karl Lauterbach Foto: IMAGO / Metodi Popow

Jüngst erst verkündete Gesundheitsminister Karl Lauterbach bei einer Pressekonferenz: "Ich glaube, wir haben derzeit die Omikron-Welle gut in der Kontrolle". Trotz hoher bundesweiter Inzidenzen sei diese bei der vulnerablen Gruppe nicht so hoch. Die Politik habe die Pandemie unter Kontrolle.

Da drängt sich die Frage nach Lockerungen auf. In Dänemark und Großbritannien muss man an den meisten Orten keine Maske tragen und auch keinen Impfnachweis mehr vorzeigen - wir berichteten. Auch in Deutschland wurde die Frage nach Lockerungen von mehreren Parteien bereits beantwortet.

Lauterbach: "Deutlich vor Ostern"

Drosten rechnet zu Ostern mit Lockerungen, wenn die Ferien beginnen, würde auch die Inzidenz heruntergehen. Söder hingegen erwartet einen Peak der Inzidenz Mitte Februar und hofft daraufhin die geltenden Maßnahmen bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz zu diskutieren.

Jüngst äußerte sich die wohl wichtigste Instanz in der Pandemie-Bekämpfung zu möglichen Lockerungen. Gesundheitsminister Lauterbach verkündete am Sonntag, dem sechsten Februar, im Gespräch mit Bild TV:

"Ich glaube, dass wir deutlich vor Ostern lockern werden." Voraussetzung sei aber der von Söder erwartete Peak der Corona-Zahlen Mitte Februar. Er warnte jedoch metaphorisch: "Man darf das Fell des Bären nicht verteilen, bevor er erschossen ist".

Sofortige Lockerungen hält er für "verrückt". Bei der Frage danach, was passieren würde, wenn wir wie England vorgehen würden, erklärt er: "Dann hätten wir pro Tag über den Daumen gepeilt vielleicht 300 Tote. Wir haben aber deutlich weniger, nämlich 60 bis 80."

Impfpflicht: "Spuk vorbei"

Lauterbach nahm die Einladung zu Bild TV zum Anlass erneut für die Impfpflicht zu werben. Er erklärte:

"Wenn wir im Herbst tatsächlich eine Impfpflicht bekämen, dann glaube ich, ist der Spuk weitestgehend vorbei, weil wir damit die Impflücken geschlossen bekommen." Das gälte allerdings nur bei einer Pflicht für Menschen ab 18 Jahren - nicht für Alternativen wie der Impfpflicht ab 50.

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