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Warum eine US-amerikanische Firma nur Autisten einstellt

Es ist wie so oft: Menschen werden zumeist auf eine spezifische Krankheit aufmerksam, wenn entweder sie selbst oder ein Familienmitglied davon betroffen sind.

Autistische Angestellte bei Auticon
Autistische Angestellte bei Auticon Foto: Auticon

So hat ein amerikanischer Vater extra eine Firma gegründet, damit sein autistischer Sohn einen seinen besonderen Ansprüchen Rechnung tragenden Job antreten kann.

Das kleine Unternehmen hieß ursprünglich MindSpark, wurde aber mittlerweile von der deutschen Firma  Auticon übernommen, testet Software auf potenzielle Bugs und beschäftigt ausschließlich Autisten.

Die Arbeitsatmosphäre wird von den Angestellten als ruhig und angenehm beschrieben. Die größte Erleichterung für die autistischen Arbeitnehmer ist sicherlich der fehlende Druck bezüglich des sonst üblichen Socialising geht, eine zwischenmenschliche Eigenschaft, mit der viele Autisten ihre liebe Mühe haben.

Dafür warten viele Autisten mit anderen Fähigkeiten auf, die ausgeprägter als bei Ottonormalarbeitnehmer sind. Das bringt im richtigen Business eindeutige Vorteile mit sich.

Software auf Fehler zu testen, kann sich sehr oft wiederholende Arbeitsschritte beinhalten, die "normale" Angestellte schnell ermüden.

Die Chance, in einer regulären Firma anzufangen, ist darüber hinaus für die meisten Autisten zumeist nach der ersten Minute des Vorstellungsgesprächs vorbei. Wenn man dem zukünftigen Chef nicht ins Auge blicken kann, ist man schon aussortiert.

Mittlerweile hat die Firma 150 Angestellte. Tendenz: steigend.