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FFP2 für Kinder: Das muss man unbedingt wissen

In Schulen soll wieder die Maskenpflicht eingeführt werden. FFP2-Mundschutz bietet den besten Schutz. Was Eltern bei FFP2-Masken für Kinder beachten sollten.

Kind mit FFP2-Maske
FFP2-Masken für Kinder: Das sollte man wissen (Symbolbild) Foto: iStock / romrodinka

Während die Maskenpflicht für Kinder in Nordrhein-Westfalen ab dem Schuleintritt gilt, muss in Bayern ab einem Alter von 6 Jahren ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Schaltet dort die sogenannte Krankenhausampel auf gelb oder rot, müssen Erwachsene eine FFP2-Maske tragen.

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Kinder bis zum Alter von 16 Jahren hingegen können auch auf medizinische Gesichtsmasken zurückgreifen. Kinder bis zur vierten Klasse dürfen auch einen nicht-medizinischen Mundschutz tragen. Auch in Berlin gilt die FFP2-Maskenpflicht erst für Kinder ab einem Alter von 14 Jahren.

Die Regeln variieren je nach Bundesland, doch eines haben sie alle gemeinsam: Es gilt keine FFP2-Maskenpflicht für (Klein-)Kinder. Dabei sind diese einem besonders hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt. Sie spielen mit anderen, sind gemeinsam in Klassenräumen oder in der Kita und können sich auch nicht impfen lassen. Deshalb warnt SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach aktuell vor einem Ende der Maskenpflicht im Unterricht.

Warum Kinder trotzdem keine FFP2-Masken tragen müssen und was man wissen sollte, wenn sie es doch tun, erklären wir hier.

Warum Kinder keine FFP2-Maske tragen müssen

Wie wir alle wissen, gibt es verschiedene Masken. Textilem Mundschutz, wie er zu Anfang der Pandemie getragen wurde, wird der geringste Schutz nachgesagt. OP-Masken sind in den meisten öffentlichen Räumen erlaubt, sie schützen andere vor den eigenen Aerosolen. FFP2-Masken gelten als besonders effektiv, da sie ebenfalls über einen Eigenschutz verfügen.

Die Größe der Masken ist auf Erwachsene zugeschnitten, weshalb der gängige Mundschutz für Kinder schlicht zu groß ist. Im Mai 2021 erklärte Jens Spahn der Bild-Zeitung:

"Masken müssen sitzen, damit sie schützen. Da es für Kinder und Jugendliche kaum passende FFP2-Masken gibt, streichen wir für sie im Bundesgesetz die entsprechende Pflicht. Die nun verpflichtenden OP-Masken gibt es in passender Größe. Und auch sie verhindern Infektionen."

Der Grund, warum Kinder also keine FFP2-Masken tragen müssen, ist ein rein praktischer.

Kinder mit FFP2: Was man wissen sollte

Tatsächlich wurde dieses Problem jedoch bereits erkannt und angegangen. Heute kann man in der Apotheke auch FFP2-Masken in Kindergröße kaufen. Diese sind jedoch mit einem Hinweis zum Alter versehen.

Dieser sollte beachtet werden, damit das Kind keine Probleme beim Atmen hat. Die meisten Schutzmasken nach FFP2-Standard, die extra für Kinder entwickelt wurden, können ab 6 Jahren getragen werden. Kinder, die jünger sind, sollten demnach keine FFP2-Maske tragen.

Abgesehen von Säuglingen und Kindern unterscheidet sich die Wirksamkeit der Maske bei Kindern und Erwachsenen nicht. Das Tragen eines Mundschutzes hat auch nicht andere Auswirkungen, wie die Deutsche Gesellschaft für Kinder und Jugendmedizin erklärt: "Kinder haben keinen vermehrten Sauerstoffbedarf im Vergleich zu Erwachsenen, sie atmen unter normaler Raumluft genauso komfortabel wie Erwachsene."

Kein Unterschied zu Erwachsenen

Weiter heißt es, dass Kinder eine Sauerstoffuntersättigung zwar weniger lange tolerieren als Erwachsene, allerdings haben gleich mehrere Studien gezeigt, dass es beim Tragen von Masken nicht zu geringerer Sauerstoffsättigung des Blutes kommt. "Es gibt keinen Grund, bei Kindern anderes anzunehmen", so die Gesellschaft.

Beachtet werden sollte allerdings, dass die Maske nur dann schützt, wenn sie richtig getragen wird - also an der Gesichtsform anpassend und eng an der Haut. Das gilt auch für Kinder.

Da das Atmen damit schwerfällt, sollte man beachten, dass FFP2-Masken immer nur für eine bestimmte Zeit getragen werden. Danach sollte eine Pause eingelegt werden. Meist sind das 75 Minuten tragen und 30 Minuten Pause. Genaue Informationen findest du auf der Packung. Wer sich unsicher ist, fragt beim Arzt oder in der Apotheke nach und erklärt seinen Kindern, was beim Tragen der Maske zu beachten ist.

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