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Eichenprozessionsspinner: So schützt du dich vor den gefährlichen Raupen

Eichenprozessionsspinner kommen äußerlich eher possierlich daher, dabei sind die Raupen alles andere als ungefährlich.

Der Eichensprozessionsspinner unterwegs.
Der Eichenprozessionsspinner unterwegs. Foto: iStock/Charly_Morlock

Eichenprozessionsspinner: Schutz vor den gefährlichen Raupen

Die Haare der Raupen des Eichenprozessionsspinners sind toxisch und können einen allergischen Schock beim Menschen auslösen. Seit Jahren breiten sich die Tiere vermehrt in ganz Deutschland aus und sind mancherorts quasi zur Plage geworden.

Gefährlich sind für den Menschen vor allem die Härchen des Eichenprozessionsspinners im Mai und Juni.

Eichenprozessionsspinner: Gefahr für Mensch und Baum

Können die Schädlinge beim Menschen einen Allergieschock auslösen, fressen die Raupen zudem ihren Wirtsbaum radikal ab. Ihre Nahrung sind die Blätter der Eichen, die unter dem Kahlschlag nachhaltig zu leiden haben.

Das Gift des Eichenprozessionsspinners

Seine giftigen Härchen enthalten das Nesselgift Thaumetopoein, welches dem Eichenprozessionsspinner ursächlich zum Schutz vor Fressfeinden dient. Eine Berührung mit den Härchen reicht aus, um beim Menschen einen allergischen Schock hervorzurufen.

Juckender Hautausschlag, brennender Husten und/oder eine Reizung der Schleimhäute sind typische Symptome.

Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners

Da jede Raupe mit Hunderten Brennhaaren ausgestattet ist und diese leicht abbrechen und vom Wind verteilt werden können, ist die Eindämmung der Gefahr schwierig. Die Bekämpfung wird in der Regel von Fachfirmen mit entsprechendem Equipment durchgeführt.

Warme Temperaturen begünstigen die Population des Eichenprozessionsspinners.

Verbreitung des Eichenprozessionsspinners

Eichenprozessionsspinner leben in Deutschland ausschließlich an Eichen, sprich Trauben-, Stiel- und Roteichen. Finden sich mehrere Raupen zusammen, so können ihre Prozessionen bis zu zehn Meter lang werden.

In ihre gesponnenen Nester ziehen sie sich zur Verpuppung zurück, bevor sie im August als Falter schlüpfen. Als solche sind sie allerdings nur für wenige Tage am Leben, um mit ihrer Eierablage die kommende Generation zu sichern.

Eichensprozessionsspinner zusammen unterwegs.
Eichenprozessionsspinner im Verbund auf Nahrungssuche. Foto: iStock/dennisvdw

Alle deutschen Bundesländer sind vom Eichensprozessionsspinner betroffen, vor allem Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.

Daher haben Eichenprozessionsspinner ihren Namen

Ihren außergewöhnlichen Namen haben die Tiere dem Umstand zu verdanken, dass sie sich auf der Suche nach schmackhaften Eichenblättern im Verbund hinter- bzw. nebeneinander prozessionsartig fortbewegen.