Coronavirus

Christian Drosten mit Corona-Prognose zu Ostern

Müssen wir uns um den neuen Omikron-Subtypen sorgen oder dürfen wir optimistisch sein? Virologe Christian Drosten prognostiziert Veränderungen zu Ostern.

Christian Drosten
Christian Drosten Foto: IMAGO / IPON

In Dänemark trägt man keine Masken mehr, auch der Impfnachweis muss nicht mehr vorgezeigt werden. In Italien dürfen ungeimpfte Touristen wieder Hotels und Restaurants besuchen. In England wurden die meisten Corona-Regeln ebenfalls fallen gelassen. Die Frage bleibt: Was ist mit Deutschland?

Derzeit erreicht die 7-Tage-Inzidenz jeden Tag neue Höchstwerte, die Omikron-Variante breitet sich immer weiter aus. Doch auch in Dänemark ist die Inzidenz hoch, dort hat man jedoch eine höhere Impfquote. Auch in Italien ist sie höher als in Deutschland. In England ist im Vergleich zu Deutschland die Quote unter älteren Menschen hoch, was die Hospitalisierungsrate stabil hält.

Impfrate gesunken

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder rechnet trotzdem damit, dass Omikron Mitte Februar seinen Höchststand in Deutschland erreicht hat. Danach könne man über Lockerungen sprechen - wir berichteten.

Dabei unterscheidet sich unsere Situation von denen der EU-Länder, die jetzt lockern. In seinem wöchentlichen Corona-Update des NDR erklärt Virologe Christian Drosten: "Eine Sache, die sich nicht geändert hat, ist die Impflücke. Die Impfrate in Deutschland ist sogar vor Kurzem wieder gesunken". Er zeigt sich nicht ganz so optimistisch wie der CSU-Politiker.

Hinzu kommt auch der neue Subtyp von Omikron, der jüngst in 57 Ländern festgestellt werden konnte. Nach vorläufigen Daten aus einer dänischen Pre-Print-Studie ist BA.2 noch ansteckender. Hier erfahrt ihr mehr zu den neuesten Erkenntnissen.

Drosten mit Oster-Prognose

Derzeit könne man noch nicht sagen, ob der Subtyp bald vorherrschend sein würde. Für Prognosen wie diese sei die Datenlage zu ungenau. Mit einer Entspannung im April rechnet Christian Drosten trotzdem.

Der Virologe erklärt: "Wir haben eindeutig den Befund, dass die Übertragungen im Moment aus dem Schulbetrieb gespeist werden. Da werden spätestens die Osterferien den Riegel vorschieben"

Weiter heißt es: "Zudem wird es wärmer sein nach Ostern und die Inzidenz wahrscheinlich nicht mehr so stark an Fahrt aufnehmen."

Der ideale Impfschutz

Drosten weist auch darauf hin, dass eine Infektion mit Omikron keine Impfung ersetze. Da gäbe es keine "Hintertür". Den idealen Impfschutz habe derzeit wer geboostert ist und sich infiziert hat. Wer das durchgemacht habe, sei voraussichtlich über Jahre immun:

"Die ideale Immunisierung ist, dass man eine vollständige Impfimmunisierung hat mit drei Dosen und auf dem Boden dieser Immunisierung sich dann erstmalig und auch zweit- und drittmalig mit dem Virus infiziert und dass man dadurch eine Schleimhautimmunität entwickelt, ohne schwere Verläufe in Kauf nehmen zu müssen."

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