Coronavirus

Corona: Drosten mit überraschender Prognose für den Sommer

Virologe Christian Drosten überrascht mit neuen Sommer-Prognosen - und nimmt Abschied.

Christian Drosten
Christian Drosten Foto: Imago / Ipon

In den letzten zwei Jahren wütete der Virus nahezu durchgehend. Doch rückblickend scheint er im Sommer eine Pause eingelegt zu haben. Es gab ein kleines Fenster, in dem Urlaube unbesorgt angetreten wurden, Treffen im Freien unbeschwert waren und sich die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Pandemie schürte.

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Nun erklärt Christian Drosten in seinem Podcast mit ihm und Sandra Ciesek, dass wir uns in diesem Jahr nicht auf einen infektionsfreien Sommer einstellen sollten.

"Keinen infektionsfreien Sommer"

In dem NDR-Format erklärt er, warum: "Letztes Jahr ging mit den warmen Temperaturen die Inzidenz sehr schnell runter", so Drosten. "Aber wir werden mit dem derzeitigen Impffortschritt kaum vorankommen und haben eine erhebliche Infektionstätigkeit von Omikron. Deshalb gehe ich davon aus, dass es keinen infektionsfreien Sommer geben wird."

Bei der Kombination aus immer noch zu niedriger Impfquote und der Ansteckungsgefahr von Omikron bleibt ein zumindest auf das Virus bezogener sorgenfreier Sommer also in weiter Ferne. Der Virologe erklärt jedoch auch, dass er nicht mit einer "ungebändigten Welle" rechne - er gehe jedoch davon aus, dass man sich auch im Sommer anstecken werde.

Weiter sagt Drosten, dass eine Maßnahme derzeit besonders im Fokus stehe - die FFP2-Maskenpflicht in Innenräumen. Er beschreibt sie als die "effizienteste Maßnahme", die man aufrecht erhalten könne. In den vergangenen Wochen wurde die 2G-Regel in ausgewählten Innenräumen, wie dem Einzelhandel sowie Kulturstätten bereits durch eine FFP2-Maskenpflicht ersetzt.

Drosten verabschiedet sich

Doch neben weiteren Erklärungen zu Studien, dem Infektionsgeschehen in Hongkong und Winterwellen, die ihr hier nachhören könnt, nimmt Christian Drosten auch Abschied. Am 15. März werden die beiden Virolog:innen Sandra Ciesek und Drosten noch einmal miteinander sprechen.

Am 29. März möchten sie sich jedoch von ihren Hörer:innen verabschieden. Der Grund? "Ich habe das Gefühl, dass die Orientierung in der Pandemie da ist", so Drosten. "Vielleicht gibt es gegen Ende des zweiten Quartals wieder Informationsbedarf hinsichtlich der Update-Impfung. Bis dahin bleibt nicht mehr viel zu sagen."

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