Coronavirus

Bayern: Omikron in Abwasser gefunden

Ein Team aus Forschenden konnte Rückstände der Corona-Mutation im Münchener Abwasser finden. Die Details.

Wissenschaftler:in entnimmt Probe
Themenbild Foto: iStock / Motortion

Die Omikron-Variante konnte jüngst auch im Abwasser Münchens nachgewiesen werden. Das deutet darauf hin, dass die hoch ansteckende Mutation des Coronavirus schon länger in der Hauptstadt Bayerns umgeht als bisher angenommen.

Wie der Bayrische Rundfunk berichtet, gehen die Proben bis zum 6. Dezember zurück. Infizierte scheiden Fragmente des Virus aus, weshalb sich diese im Abwasser nachweisen lassen.

Andreas Wieser vom LMU Klinikum fing kurz nach dem Ausbruch der Pandemie, im April 2020, an wöchentliche Proben aus der Münchner Kanalisation zu entnehmen und zu analysieren.

Abwasser als Frühwarnsystem

Wie der BR weiter berichtet, wurden diese Abwasserproben rückwirkend analysiert, sodass sich feststellen lässt, dass Omikron bereits seit dem Nikolaustag in München angekommen ist. Wie viele Menschen zu diesem Zeitpunkt genau infiziert waren, lässt sich allerdings nicht rekonstruieren.

"Teilweise umfasst eine Probe das Abwasser von mehr als 100.000 Haushalten. Dementsprechend verdünnt sind die Proben. Wenn sich nun darin Omikron-Fälle nachweisen lassen, dann ist diese Variante definitiv in der Stadtbevölkerung angekommen", erklärt Wieser im Gespräch mit Focus Online.

Bayerns Gesundheitsminister Holetschek bezeichnet die Abwasser-Proben als wichtiges Frühwarnsystem: "Ziel muss es sein, die Omikron-Ausbreitung einzudämmen oder zumindest zu verlangsamen. Bayern hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, um den Eintrag hinauszuzögern und geht damit über die Verordnungen des Bundes hinaus", erklärt der CSU-Politiker.

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