Politik

Corona-Revolte gegen Lauterbach

Karl Lauterbach spricht sich gegen sofortige Lockerungen aus. Doch die Länder setzen ihre eigenen Regeln um.

Karl Lauterbach
Gesundheitsminister Karl Lauterbach bei der Pressekonferenz in Berlin Foto: IMAGO / Chris Emil Janßen

Karl Lauterbach verkündete jüngst, dass es noch vor Ostern zu Lockerungen der Corona-Maßnahmen kommen würde. Es jetzt Ländern wie England gleich zu tun, also trotz hoher Inzidenzen zu lockern, halte er jedoch für "verrückt". Es würde dann zu viele Tote geben.

Offenbar geht den Ländern dies jedoch nicht schnell genug. Markus Söder preschte nach der CSU-Sitzung vor und verkündete großflächige Lockerungen für sein Bundesland. In Bayern würden künftig mehr Zuschauende Veranstaltungen besuchen können, die Sperrstunde werde aufgehoben, Gastronomie dürfe ohne zeitliche Einschränkungen öffnen - wir berichteten.

Die Bundesländer: Das gilt im Einzelhandel

Schon im Januar begann Söder mit den Lockerungen, indem er die 2G-Regel im Einzelhandel aufhob. Nun folgen gleich mehrere Bundesländer seinem Beispiel.

Berlin entscheidet am kommenden Dienstag, voraussichtlich wird die Regel jedoch ab dem 18. Februar gekippt, während in Brandenburg und Schleswig-Holstein bereits ab dem 9. Februar wieder ungeimpft eingekauft werden darf.

Am Samstag, dem 12. Februar läuft die Regel auch in Bundesländern wie Bremen, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern aus.

In Hessen gilt die Regel bereits seit dem 7. Februar nicht mehr, in Niedersachsen und im Saarland wurde sie nach einem Gerichtsurteil zurückgenommen.

In Sachsen und Thüringen gilt die 3G-Regel im Einzelhandel. In NRW gilt unverändert 2G, wird jedoch nur noch stichprobenartig kontrolliert, in Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz gilt ebenfalls der Zutritt nur für geimpfte oder genesene Personen.

Während der Pressekonferenz in Berlin am Dienstag (8. Februar 2022) warnte Lauterbach erneut vor breiten Lockerungen, "wie sie derzeit diskutiert werden". Diese seien zum aktuellen Zeitpunkt nicht zu vertreten. Die Bevölkerung sei zu alt und die Impflücke zu groß. "100 bis 150 Tote am Tag sind viel zu viel."

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